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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Faire Woche bringt auf den Geschmack

28.09.2016

Wardenburg Rucola-Salat mit Quinoa-Körnern aus den Anden, Rosinenbrot-Häppchen mit Ananas-Maracuja-Marmelade aus Französisch-Guayana, dazu Kaffee aus mexikanischen Bohnen: Viele Leckereien aus dem Fairen Handel hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Eine-Welt-Ladens im Rathaus-Anbau an der Eelder Straße am Freitag und Dienstag hergerichtet. Die bundesweite Faire Woche hatte die Wardenburger Eine-Welt-Gruppe dazu animiert, Konsumenten auf den Geschmack zu bringen und einen Teil ihrer Produkte zum Probieren anzubieten.

Doch das Interesse war gering. Denn fast alles blieb unberührt. Zur Freude der drei IGS-Schüler aus dem Wahlpflichtkursus „Soziale Verantwortung“, die jeden Dienstagvormittag vorbeikommen, um im Eine-Welt-Laden zu helfen: Sie testeten sich gerne durch die geschmacksintensive Nuss-Frucht-Mischung oder den leckeren Kakao. „Ich mag die Schokolade am liebsten – die schmeckt viel schokoladiger“, sind sich die 15-jährigen Mädchen Marie Meyer und Vivien Rehling einig.

„Seit 24 Jahren gibt es die Eine-Welt-Gruppe mit ihrem Laden in Wardenburg“, sagt Vorstands- und Gründungsmitglied Hans-Hermann Büsselmann. Auch nach so langer Zeit sei es nicht einfach, Kunden von fair gehandelten und daher höherpreisigen Produkten, zu überzeugen, auch wenn die Käuferzahl im Laufe der Jahre größer geworden sei. Die Geiz-ist-Geil-Mentalität mache es schwer, die Menschen dazu zu bewegen, mehr zu hinterfragen, wie und zu welchen Bedingungen ein Produkt entstehe, fügt Vorstandsmitglied Annelie Engel hinzu. „Zumeist sind es die Jüngeren um die 30, die in unserem Laden kommen und auch Fragen zu den Waren stellen“, erzählt Inge Rewert, die seit 20 Jahren mitarbeitet.

Auch wenn der 60 Quadratmeter große Laden, in dem auch Kunsthandwerk, Schals und Schmuck angeboten werden, keine großen Erlöse erzielt, so freut sich die Eine-Welt-Gruppe über jeden Cent, den sie nach Nepal überweisen kann, wo sie jährlich mehrere Projekte unterstützt.

Ob jedoch die Gruppe im nächsten Jahr ihr Jubiläum feiern kann, bleibt fraglich: „In der Fairen Woche haben wir jetzt die Kündigung von der Gemeinde bekommen“, bedauert Büsselmann. Wie berichtet, soll der Rathaus-Anbau abgerissen und neu gebaut werden. Bislang durfte die Eine-Welt-Gruppe die Gemeinde-Räume mietfrei nutzen. „Wir haben noch nichts Neues, aber die Gemeinde hat zugesagt, uns zu unterstützen.“ Ideal, so Büsselmann, wäre eine zentrale Lage. Allerdings: Mehr als 150 Euro Miete könne die Gruppe allein nicht aufbringen.

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Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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