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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

FDP stürmt gegen Windräder an

17.02.2015

Wildeshausen /Landkreis Die FDP-Kreistagsfraktion fordert den Landkreis Oldenburg auf, in der Planung für Windkraftanlagen endlich Verantwortung zu übernehmen. Auch für die Bürger haben die Liberalen eine deutliche Ansage: „Bürger, wehrt Euch gegen die Zerstörung Eures Lebensraumes!“ heißt es in einer Stellungnahme von Fraktionschef Ernst-August Bode. Er schreibt: „Aufgrund der jetzigen Anträge und Planungen entsteht ein Flickenteppich in unserem Landkreis, oft zu Lasten der Bewohner der Nachbargemeinden, allemal zu Lasten des Landschaftsbildes und der Bewohner.“

Kritisch sehen die Liberalen das Repowering von Anlagen. Die jetzige Höhe von Altanlagen sei in der Regel akzeptiert worden. Bei Anlagen von über 200 Metern fehle dagegen jede Zustimmung, mutmaßen sie. Landkreis und Kommunen müssten sich darauf einstellen, dass es bei der weiteren Planung von Windkraftanlagen zu massiven Protesten der Bevölkerung komme. Der Kreisverband der FDP und die Kreistagsfraktion werden jegliche Initiative dazu unterstützen, so der FDP-Kreisvorsitzende Christian Heins.

In allen Kommunen des Landkreises gebe es zur Zeit Planungen für die Ausweisung weiterer Windkraftstandorte. Gleichzeitig liefen für die bestehenden Anlagen Anträge auf Repowering. Bestehende Anlagen mit einer Nabenhöhe von rund 100 Metern hätten zukünftig eine Nabenhöhe von rund 150 Metern und eine Gesamthöhe von über 200 Meter. Gleichzeitig habe die Landesregierung die Abstände zur Wohnbebauung nur auf das Zwei- bis Dreifache der Windanlagenhöhe festgelegt.

Die Kreis-FDP formuliert: „Gemeinderäten, Banken und Investoren scheint es egal zu sein, welche massiven Auswirkungen diese Planungen auf Wohnbebauung und Lebensqualität haben. Während Auswirkungen auf Fledermäuse, Kiebitze, Eulen und sogar Gastvögel mit Gutachten von zum Teil mehr als 100 000 Euro untersucht werden, spielen offensichtlich Gesundheit und Lebensqualität der Bewohner oder auch das Landschaftsbild und der Wertverlust eines Wohnhauses in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Windkraftanlage keine Rolle.“

Auch Bürgerwindparks sehen die Liberalen skeptisch. „Natürlich wird sich jeder daran beteiligen können“, so der Fraktionsvorsitzende Ernst-August Bode, „aber wer hat schon mal so eben einige 10 000 Euro über?“ Die großen Gewinner seien die Banken und Landeigentümer, die für die Zuwegung zu einer Anlage oder auch für den Standort bis zu 40 000 Euro kassieren, meint Bode.

Die FDP-Kreistagsfraktion hatte in ihrer Stellungnahme zum Regionalen Raumordnungsprogramm einen Abstand von 1000 Meter zwischen Windkraftanlage und Wohnbebauung, auch Einzelhäuser, gefordert.

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