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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

FDP will Klein Henstedter Heide schützen

07.09.2015

Harpstedt Nach der FDP-Veranstaltung zur Errichtung eines Windparks in der Klein Henstedter Heide und der vorangegangenen Ortsbesichtigung hat die FDP-Kreistagsfraktion nun einen Antrag gestellt, Teile dieses Gebietes unter Schutz zu stellen. Im derzeit gültigen Landschaftsrahmenplan des Landkreises Oldenburg von 1995 ist die Klein Henstedter Heide sowohl in den textlichen Festsetzungen als auch in den Planunterlagen als landschaftsschutzwürdiger Bereich ausgewiesen, erklärt Fraktionsvorsitzender Ernst-August Bode.

Als Schutzziel und wertbestimmende Faktoren werden der Erhalt und die Entwicklung der durch Hecken und Feldgehölze strukturierten Kulturlandschaft mit verlandeten Schlatts, Kleinstmooren und baumreichem Feuchtgrünland genannt. Das Vorkommen gefährdeter Arten und Lebensgemeinschaften sowie die Bedeutung für den Naturhaushalt und das Landschaftsbild sind ebenso als Schutzziel definiert. Der zentrale Bereich mit seinen Feuchtbiotopen und Naturdenkmälern hat dabei besondere Bedeutung für die Biotopvernetzung zwischen Delme und Hunte über bereits bestehende Naturschutzbereiche.

Nunmehr ist beabsichtigt, in der Klein Henstedter Heide auf einer rund 500 Hektar großen Fläche einen Windpark mit bis zu 40 Anlagen und einer Höhe von 200 Metern zu errichten. „Das Landschaftsbild in einer Kernzone des Naturparks Wildeshauser Geest wird dabei unwiederbringlich zerstört, zumal in unmittelbarer Nähe mit einem Abstand von wenigen Kilometern bereits Windparks vorhanden sind oder noch gebaut werden sollen“, so die FDP.

Schlimmer sind nach Meinung der Liberalen jedoch die Eingriffe in den Naturhaushalt des Gebietes. Der Bau von Windkraftanlagen erfordere breite, befestigte Wege mit großen Kurvenradien. Dafür müssten Gehölzstreifen und Durchbrüche aufgeschnitten oder beseitigt werden. Der Eingriff in die Bodenstruktur durch Gründungspfähle oder riesige Fundamente könne zu einer Absenkung des Wasserstandes führen.

Die FDP-Kreistagsfraktion beantragt eine Beratung zur Ausweisung der Klein Henstedter Heide als Schutzgebiet im Umweltausschuss. „Dabei geht es uns nicht um eine Verhinderungsplanung zur Abwehr der Errichtung von Windkraftanlagen“, so Bode. „Wir sind jedoch der Meinung, dass der Kern des Gebietes besonders geschützt werden sollte.“

Die FDP hält hingegen eine Zone an der Autobahn 1 für den Bau von Windkraftanlagen für geeignet. Damit würden auch die Bedenken und Belästigungen ausgeräumt, die mit den geringen Abständen von 500 Metern zur Wohnbebauung bestehen. Der Landkreis hätte hier die Möglichkeit, ohne größere Konflikte sowohl den Ansprüchen der Energiewende als auch dem Schutz von Flora und Fauna und dem Erhalt des Landschaftsbildes weitgehend gerecht zu werden.

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