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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Frühe Reaktion verhindert Schlimmeres

18.11.2013

Wildeshausen /Altona Von Schmerzen und vom unausweichlichen Tod redet niemand gern. Themen, die oft totgeschwiegen oder verdrängt werden. Das war am Sonnabendmorgen im Hotel Gut Altona anders. Der 13. Männertalk nahm sich diese Themas an. Mit rund 50 Teilnehmern stieß er auf großes Interesse, freuten sich die Organisatoren von der Ökumenischen Männerarbeit Wildeshausen. Unter der Überschrift „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ widmete sich Referent Dr. med. Hans Risse (62) bei der kombinierten Frühstücks-/Vortragsveranstaltung dem Thema.

Im ersten Vortragsteil gab der Mediziner einen Überblick über die Schmerztherapie und wann sie sinnvoll ist. Im zweiten Teil beschäftigte sich der Referent, der seit 1988 Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin, Schmerzambulanz am Krankenhaus Johanneum Wildeshausen, ist, mit der palliativmedizinischen Versorgung und den erforderlichen Rahmenbedingungen sowie der Sterbebegleitung. „Ein Themenkomplex, über den ich gebeten wurde, auch zu berichten“, so der Mediziner auf Nachfrage.

Über Schmerzen werde oft geklagt, so Risse. Schwierig werde es erst dann, wenn ein und derselbe Schmerz auch noch nach drei Monaten immer noch vorhanden sei, so Dr. med. Hans Risse. „Spätestens dann ist der Gang zum Fachmann unabdingbar. Viel besser ist es aber, schon bei einer Häufung wiederkehrender Schmerzen eine Therapie anzugehen und sich entsprechend beraten zu lassen.“ Je früher behandelt werde, desto eher könne einem chroni-schen Schmerzverhalten entgegengewirkt werden. Die Schmerztherapie beschäftigt den 62-jährigen Mediziner bereits seit zehn Jahren. Entsprechend groß war der Überblick, den Risse seinen Zuhörern geben konnte.

Im zweiten Teil berichtete der Anästhesie-Chefarzt über die Palliativmedizin, die notwendig ist, einen Menschen im Sterbeprozess zu begleiten. Die letzten Augenblicke des Lebens erfordern besondere menschliche Zuwendung. Das reiche vom Aufklärungsgespräch bis hin zur Sterbebegleitung. Dazu gehöre eine entsprechende medizinische Versorgung.

„Sterben möchte jeder am liebsten im Kreis einer Angehörigen und im bekannten Umfeld“, erklärte Risse. Hinter allem stehe nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität.

Dr. med. Risse stellte dazu klar, dass sich jeder schon frühzeitig mit dem Thema Tod beschäftigen müsse. Patientenverfügung, Patienten-Testament oder andere Voll-machten sollten vorhanden sein, um entsprechend handeln zu können.

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