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Versuchte Tötung löst Großeinsatz aus
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Aktualisiert vor 5 Minuten.

Frau In Norddeich In Lebensgefahr
Versuchte Tötung löst Großeinsatz aus

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Fürs Land müssen Bauern ackern

10.12.2016

Wildeshausen 86 Prozent Plus in fünf Jahren: Wer bei solchen Renditen an Versprechen von ominösen Finanzvermittlern denkt, liegt völlig falsch. So viel würden wohl selbst zweifelhafte Schiffsbeteiligungen nicht bringen. Doch mit einem grundsoliden Stück Boden im Landkreis Oldenburg wurden in den vergangenen fünf Jahren solche Gewinne erzielt.

Nach einer frisch vorgestellten Studie des Landesamtes für Statistik sind die Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen im Landkreis zwischen 2010 und 2015 um 86 Prozent von durchschnittlich 28 602 Euro pro Hektar auf 53 213 Euro gestiegen. Allein von 2014 bis 2015 betrug die Steigerung 37,3 Prozent.

Während der Kaufpreis für Ackerland von 2010 bis 2015 um 69,8 Prozent stieg, waren es beim Grünland 48,8 Prozent. Gigantisch ist inzwischen auch die Umsatzmenge, die mit landwirtschaftlichen Flächen gemacht wird. Pendelte diese Zahl von 2010 bis 2014 immer zwischen neun und 13 Millionen Euro im Landkreis, wurden 2015 für knapp 25 Millionen Euro landwirtschaftliche Flächen verkauft. Das ist eine Steigerung von 137,8 Prozent.

Straßen- und Wohnbau

Hintergrund ist neben der generellen Entwicklung auf dem Immobilienmarkt der Punkt, dass Straßen- und Siedlungsbau immer mehr Land fressen. Außerdem haben nach der sprunghaften Preisentwicklung Spekulanten das Geschäft mit dem Ackerland entdeckt.

„Die Fläche wird weniger und deshalb immer wichtiger“, sagt auch Kreislandwirt Jürgen Seeger. Ein Grund für den Anstieg der Kauf- und Pachtpreise sei in der Vergangenheit sicherlich die stark gestiegene Zahl von Biogasanlagen mit dem damit verbundenen Flächenverbrauch gewesen. Hier sei jedoch in den letzten Jahren nicht mehr viel passiert.

Ganz anders sehe es hingegen beim Flächenverbrauch für Bau- und Gewerbegebiete sowie Ausgleichsflächen aus. „Wir sind umzingelt von drei Autobahnen und jede Ausfahrt möchte ihr Gewerbegebiet haben“, konstatiert Seeger. „Außerdem geht der Hektar zum Beispiel beim Aufstellen neuer Windräder gleich doppelt weg: zum einen für die Anlage samt Erschließung und zum anderen für die Ausweisung einer um ein Vielfaches größeren Ausgleichsfläche. „Hinzu kommt, dass auch die Offshore-Anlagen an Land kompensiert werden“, so Seeger. Wenn die Landwirte das kritisierten, würden sie aber auf Widerstand bei den Umweltverbänden stoßen.

Gegen Preisbremse

Vom Gesetzentwurf der niedersächsischen Landesregierung, eine Preisbremse für Acker- und Grünland zu installieren, hält Seeger wenig. Geplant ist, dass künftig die Kauf- und Pachtpreise nicht mehr als 30 Prozent über dem Durchschnitt liegen dürfen. „Man kann nicht verpflichtend sagen, bis hier und nicht weiter, denn dann gibt’s zu Weihnachten ,Geld unterm Tisch’“, so der Landwirt.

Man könne nur hoffen, dass der Markt sich wieder beruhige, damit nicht noch mehr Landwirte aufhören müssten im Teufelskreis von hohen Pacht- und Kaufpreisen sowie niedrigen Schweine- und Milchpreisen.

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Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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