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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

100 Jahre Atlas In Ganderkesee: Blick hinter Kulissen des Baggerbauers

20.05.2019

Ganderkesee Stolze Väter, die ihren Familien zeigen, wo sie arbeiten, ehemalige Beschäftigte, die staunen, was sich verändert hat (oder auch nicht), beeindruckte Kunden und Handelspartner, die sehen wollen, wie die Bagger gebaut werden: Zu Tausenden strömen sie alle am Sonntag über das riesige Werksgelände und durch die langen Produktionshallen der Atlas GmbH in Ganderkesee. Der Tag der offenen Tür ist der Höhe- und Schlusspunkt der Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen des Unternehmens, das 1919 als „H. Weyhausen Westerfeld, Landw. Maschinen“ von Hinrich Weyhausen auf dem Bauernhof seiner Eltern in Delmenhorst gegründet worden war.

Gala im Prüfzentrum

Hundert Jahre später lenkt Brahim Stitou die Geschicke des Unternehmens mit knapp 500 Mitarbeitern in den Werken Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta. „Das war eine echte Herausforderung für uns“, sagt der smarte Geschäftsführer, „diese Veranstaltung bei laufender Produktion auf die Beine zu stellen.“ Für den Gala-Abend mit 200 geladenen Gästen am Samstag wurde das Prüfzentrum, in dem sonst die Fahrzeuge bis auf die letzte Schraube durchgetestet werden, binnen weniger Stunden leergeräumt, mit Stoffbahnen ausgekleidet und mit Bühne samt Technik, Tischen, Stühlen, Küche und Deko eingerichtet. Ein Feuerwerk auf dem Werksgelände, das in ganz Ganderkesee zu sehen war, rundete den Abend ab.

Gerade rechtzeitig zur Jubiläumsfeier ist das Demo-Center fertig geworden: Von der Dachterrasse aus können dort die Kunden zuschauen, wie ihre Bagger funktionieren – oder sich auch selber hineinsetzen und die Schaufel bedienen. Am Sonntag nutzen viele der mehr als 5000 Besucher die Gelegenheit zum Selbstversuch.

Zum Tag der offenen Tür waren sämtliche Mitarbeiter mit ihren Familien eingeladen worden, dazu alle Ehemaligen und Rentner. Heinrich Himmelskamp etwa hat bis 1999 drei Jahrzehnte in der Tischlerei bei Atlas gearbeitet, er war für die Vorbereitung von Messen zuständig. Jetzt besichtigt er die neuesten Bagger-Modelle und staunt, „wie sauber und ordentlich es in den Werkshallen aussieht.“

Fil Filipov mittendrin

Draußen steht Kay Eggers mit Frau und Schwiegervater vor einem Zweiwege-Bagger. „Den baue ich“, erklärt der Atlas-Mitarbeiter, der seit 21 Jahren für das Unternehmen tätig ist. „Ich höre zuhause ständig davon, deshalb möchte ich das auch mal sehen“, sagt seine Frau Petra.

Mitten unter den Besuchern spazierte Firmeneigentümer Fil Filipov mit Ehefrau Veronique durch die Hallen. Der US-Amerikaner mit bulgarischen Wurzeln hatte das kriselnde Unternehmen 2010 vom Terex-Konzern gekauft und wieder auf Kurs gebracht – mit Methoden, die je nach Sichtweise als konsequent oder rabiat bezeichnet werden. „Heute sind die Mitarbeiter glücklich, die Produkte von sehr guter Qualität und Atlas ist wieder eine weltweit respektierte Marke“, stellt Filipov lächelnd fest – deshalb könne er mit seinem Ruf gut leben. Man könne über Filipov viel sagen, „aber ohne ihn würde es das alles hier nicht mehr geben“, glaubt Rolf Meyer aus Ganderkesee, der bis zum vergangenen Jahr im Atlas-Werk gearbeitet hat.

„Brahim ist der Boss“

Der Amerikaner ist immer noch ein paar Mal im Monat in Ganderkesee, überlässt das laufende Geschäft indes Brahim Stitou: „Ich bin der Eigentümer“, beschreibt Filipov die Verhältnisse, „aber Brahim ist der Boss!“


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-landkreis 
Sehen Sie ein Video unter   www.nwzonline.de/videos 
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Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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