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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Klappt in Neubaugebiet die Nachbarschaft?

22.08.2019

Ganderkesee Seit die ersten Pläne für das Baugebiet südlich der Oldenburger Straße öffentlich bekannt wurden, blickten nicht wenige Anrainer in den angrenzenden Wohnstraßen argwöhnisch auf das, was hinter ihren Gartenzäunen passiert. Einige tun das bis heute, obwohl der 15 Hektar große Bereich zwischen Bogenweg und Oldenburger Straße mittlerweile zu einem großen Teil bebaut ist.

Sorgen macht sich aktuell ein Anlieger des Matthias-Claudius-Weges um eine geschützte Linde an der Fritz-Reuter-Straße im Neubaugebiet: Der Baum steht im öffentlichen Verkehrsraum, ragt mit seiner Krone aber weit hinüber auf das benachbarte Grundstück, auf dem jetzt ein Wohnhaus errichtet wird. Nach Ansicht des Kritikers – er ist der Redaktion bekannt, möchte aber namentlich nicht in der Zeitung erwähnt werden – steht das Haus viel zu dicht an dem mehr als 100 Jahre alten Baum. Eine Zufahrt zur Garage des Neubaus müsse durch den sogenannten Kronentraufbereich des Baumes führen „Hier würde es zu Abgrabungen, Bodenverdichtungen und Versiegelungen kommen, die ausdrücklich verboten sind.“

Aus dem Ganderkeseer Rathaus hieß es auf Nachfrage, der Baum sei und bleibe geschützt. Ein Gespräch zwischen dem Leiter des Fachdienstes Natur, Carsten Wünker, und dem Bauträger finde in Kürze statt. Das bestätigte Torben Schüttke, Geschäftsführer der Bauträgergesellschaft Schüttke Haus Bau (Bookholzberg), die das Baugebiet südlich der Oldenburger Straße in weiten Teilen erschlossen sowie vermarktet und auch das Wohnhaus neben der Linde errichtet hat. Er schloss einen „fachgerechten Rückschnitt unter Einbeziehung eines Baumsachverständigen“ nicht aus. Seine Firma arbeite in dieser Frage eng mit dem Fachdienst Natur der Gemeinde zusammen, sagte Schüttke.

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Nutzwert und Schutzwert

Der Anwohner des nahen Matthias-Claudius-Weges bleibt indes misstrauisch. Schon bei der Herrichtung der Baustraße sei gegen Naturschutzbestimmungen verstoßen worden, beklagte er. So habe man erst „nach mehrfacher Aufforderung“ einen provisorischen Zaun unter dem Kronentraufbereich der Linde aufgestellt, der aber zu klein gewesen und auch kurz darauf schon wieder entfernt worden sei. Der Kronentraufbereich habe einen Durchmesser von 17 Metern, in diesem Bereich plus einem 1,5 Meter breiten Sicherheitsstreifen müsse das Wurzelwerk geschützt bleiben – so verlange es die Norm DIN 18920 zum Schutz von Bäumen bei Baumaßnahmen, erklärte der Anlieger, der sich seit Jahren intensiv mit der Materie befasst. Der zuständige Fachdienstleiter Carsten Wünker habe ihm allerdings mitgeteilt, dass ein Schutzbereich von fünf Metern ausreichen würde.

Der Beschwerdeführer will die weitere Entwicklung aufmerksam beobachten: Falls es zu Schäden im Bereich des Kronentraufbereiches der Linde an der Fritz-Reuter-Straße kommt, behalte er sich rechtliche Schritte vor, teilte er der Gemeinde mit.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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