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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Gemeindeentwicklung: Baugebiete stoßen auf Widerstand

28.04.2018

Ganderkesee /Altengraben /Heide Bei der Planung neuer Baugebiete bläst den Verantwortlichen der Gemeinde Ganderkesee der Wind hart ins Gesicht: Nicht nur im Schönemoorer Ortsteil Altengraben, sondern jetzt auch in Heide stoßen die Vorstellungen von Verwaltung und Rat auf teils massive Kritik von Anliegern. Das wurde am Donnerstagabend in der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung deutlich.

Im Falle des Bebauungsplans 249 „westlich Zum Altengraben“ waren die Vorbehalte spätestens seit der Bürgerversammlung vom 27. März bekannt. Für den Ausschuss fasste Peter Meyer, Leiter des Fachbereichs Gemeindeentwicklung, die von den dortigen Bewohnern geäußerten Bedenken noch einmal zusammen – und versuchte zugleich, sie zu entkräften: Es gibt Sorgen über den Zustand der schmalen, teils gepflasterten Straße Zum Altengraben nach dem Befahren mit Baufahrzeugen. Meyer dazu: Die Wiederherstellung werde im Vertrag mit dem Erschließungsträger geregelt. Die Anlieger befürchten eine zu dichte Bebauung. Meyer: „Wir wollen dort keine Sechs- oder Acht-Familienhäuser errichten.“ Die Bebauung orientiere sich in der Höhe am vorhandenen Bestand. Ein altes reetgedecktes Bauernhaus im Plangebiet ist als Baudenkmal ausgewiesen. Meyer erklärte, der Landkreis als Denkmalschutzbehörde werde gegebenenfalls auf ausreichende Abstände bestehen.  Unmittelbar westlich des Plangebietes befindet sich ein ehemaliger landwirtschaftlicher Betrieb, dessen Rinderstall von einem Verwandten der Besitzer genutzt wird. Laut Meyer hat die Landwirtschaftskammer in einem Gutachten keine Bedenken geäußert, die Geruchsbelästigung bleibe weit unter dem zulässigen Höchstwert. Für künftige landwirtschaftliche Entwicklung an dieser Stelle gebe es bei einem Neubaugebiet indes kaum noch Möglichkeiten, räumte Meyer ein. Die gebe es aber auch bei der vorhandenen Bebauung nicht.

Für Wilfried Samtleben (Freie Wähler) „spricht die Eingrenzung der Nutzungsmöglichkeiten gegen die Erschließung dieses Baugebietes“. Thorsten Busch (UWG) sah das genauso, die FDP-Vertreter Marion Daniel und Hans-Jürgen Hespe äußerten ebenfalls Bedenken. „Sie lassen einem jungen Landwirt keine Chance, sich zu entwickeln“, beklagte Hartmut Rippena, einer der Anlieger, in der Einwohnerfragestunde. Bei vier Gegenstimmen beschloss der Ausschuss dennoch mehrheitlich, dass ein Entwurf für den Bebauungsplan erstellt werden soll.

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In Heide sind die Dinge noch nicht so weit gediehen: Hier ist die Gemeinde noch nicht einmal im Besitz der 9500 m² großen Fläche zwischen dem Heuweg und der vorhandenen Bebauung an der Straße Heider See. Die Ankündigung, nach einem Kauf dort geförderten Wohnraum schaffen zu wollen, hat aber die Nachbarschaft alarmiert. Mit Hinweis auf die Belegung der geförderten Wohnungen im Gut Hohenböken wurde die Vermutung geäußert, dass auch in Heide viele Flüchtlingsfamilien angesiedelt werden sollten. „Wir haben Sorge, dass ein Dorf im Dorfe entsteht“, sagte Hinnerk Twietmeyer (Bürgerverein Heide-Schönemoor). Der Baumbestand, der Hochwasserschutz am nahen Randgraben und die Belastung des Heuweges warfen weitere Fragen auf.

Angesichts dieser Kritik äußerten erneut Samtleben und Busch Zweifel, ob eine Erschließung sinnvoll sei. Mit ihnen stimmte Michael Sorg (Grüne) gegen die Aufstellung eines Bebauungsplanes – alle anderen votierten dafür.

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Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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