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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Anlieger In Sorge Vor Bauschutt-Recycling In Ganderkesee: „Weststraße ist schon jetzt mehr als genug belastet“

16.01.2020

Ganderkesee An der Weststraße in Ganderkesee sind sich die meisten Anlieger einig: „Eine weitere Belastung in diesem Bereich ist nicht hinnehmbar“, fasst Manfred Neugebauer, Inhaber der Firma Su-Ma Prosound, die Stimmungslage in der Nachbarschaft zusammen.

Nach wie vor ist die Sorge groß, dass sich in dem Industriegebiet am westlichen Ortsrand Ganderkesees ein Unternehmen mit einer Bauschutt-Recyclinganlage ansiedeln könnte. Eine entsprechende Bauvoranfrage beim Landkreis Oldenburg sei inzwischen dort zwar zurückgezogen worden, bestätigte Peter Nieslony, Leiter des Bauordnungsamtes der Kreisverwaltung, auf Nachfrage der NWZ. Das habe aber nur formelle Gründe gehabt, da der Bauantrag nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigt werden müsse – und dafür sei das Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg zuständig. Dort war bis zur vergangenen Woche noch kein Antrag aus Ganderkesee eingetroffen, wie Amtsleiter Uwe Rottmann mitteilte.

Ende November waren die Anlieger in dem Industriegebiet aufgeschreckt worden: Nur durch Zufall erfuhren sie von der Absicht eines Unternehmens aus der Gemeinde, sich an der Weststraße neu anzusiedeln und dort auch eine Bauschutt-Recyclinganlage zu betreiben. Ein Grundstückseigentümer war darauf aufmerksam geworden, weil er eine Betriebsleiterwohnung auf seinem Firmengelände beantragt hatte, die dann vom Bauordnungsamt mit Hinweis auf mögliche künftige Emissionen nur mit Einschränkungen zugelassen wurde.

Manfred Neugebauer, der seit 1980 mit seiner Firma für Licht- und Tontechnik sowie Veranstaltungsservice an der Weststraße ansässig ist und dort seit 1987 auch wohnt, wollte ebenfalls eine weitere Wohnung auf seinem Grundstück bauen: „Unsere Tochter möchte hier einen Betrieb führen“, erklärt er. Eine Einliegerwohnung sei zunächst genehmigt, dann aber nur noch als kleine Betriebsleiterwohnung für eine Person zugelassen worden, so Neugebauer. „Damit ist das ganze Projekt für uns hinfällig.“

Ihre Kritik an einer möglichen Bauschutt-Recyclinganlage haben Manfred Neugebauer und weitere Anlieger im Zuge des Beteiligungsverfahrens für den Bebauungsplan 160 „Bürstel“ auch aktenkundig gemacht. Das Planverfahren kommt voraussichtlich in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung am 13. Februar wieder auf den Tisch. Eine mögliche Bauschutt-Recyclinganlage wird dabei aber kein Thema sein. Die Änderung des Bebauungsplanes hängt vielmehr mit der Überbauung eines nicht mehr erforderlichen Regenrückhaltebeckens zusammen.

Der Bau einer Bauschutt-Recyclinganlage wäre nach dem Bebauungsplan grundsätzlich zulässig. Das Gewerbeaufsichtsamt würde allerdings nach Angaben seines Leiters Uwe Rottmann eine „standort- und anlagenbezogene individuelle Prüfung“ vornehmen. Ein Schwerpunkt wäre dabei die „Lärm- und Staubproblematik“. Genau die ist die Hauptsorge der Anlieger: „Es darf hier nicht noch mehr Betriebe geben, die Emissionen freisetzen“, fordert Manfred Neugebauer. „Das Gebiet ist schon jetzt mehr als genug belastet.“

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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