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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Marienkäfer brauchen das Laub

04.04.2018

Ganderkesee Laub ist eigentlich etwas völlig Natürliches, das in der Natur schnell abgebaut wird, wenn man einmal von Eichenblättern absieht. Der häufige und oft flächendeckende Einsatz von Laubsaugern in unseren Gärten ist für viele Insekten eine Katastrophe. Mit dieser „Insektenvernichtungsmaschine“ wird alles, was sich auf dem Boden aufhält oder sich zwischen den Laubblättern versteckt, vollständig eingesaugt, aus dem Garten entfernt und vernichtet.

Viele im Laub verborgene Tiere sind weder flugfähig noch sehr beweglich und haben keinerlei Chancen, zu entkommen und den Winter in Ihrem Garten zu überleben. Insekten wie der Marienkäfer überwintern am Boden in der Laubschicht. Ohne diesen Schutz können sie die kalte Jahreszeit nicht überstehen.

Auch Ihre Pflanzen sind der Winterkälte schutzlos ausgeliefert. Eine Laubschicht schützt vor Auswaschung bei Regen und mindert die Temperaturextreme, zum Beispiel bei Frösten im Frühjahr.

Daher der Appell an alle Gartenbesitzer: Lassen Sie zumindest im Herbst und Winter unter den Sträuchern und Bäumen und unter Stauden etwas Herbstlaub liegen. Das schützt nicht nur und belebt den Boden, sondern bietet vielen Insekten Winterquartiere, Versteck und Nahrung. Marien- und Laufkäfer, aber auch viele andere Arten, werden es Ihnen danken.

Auch finden hier Vögel im Winterhalbjahr ihre Nahrung. Solche natürlichen Futterquellen sind wichtiger als ein schön gestaltetes Vogelfutterhaus. Allerdings können Sie dort, wo eine dichte Laubschicht andere lichtbedürftige Pflanzen erstickt, im Frühjahr einen Teil des Laubes vorsichtig entfernen.

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