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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Kaum Änderungen durch Mindestlohn

16.05.2019

Ganderkesee Einen Mindestlohn für Auszubildende hat am Mittwoch das Bundeskabinett auf den Weg gebracht: 515 Euro stünden demnach allen Azubis im ersten Lehrjahr mindestens zu. Vertreter des örtlichen Handwerks halten den Vorstoß für wenig zielführend:

Carsten Wichmann, Geschäftsführer der Tischlerei Sandkuhl in Ganderkesee und Obermeister der Tischlerinnung, steht der Initiative skeptisch gegenüber: „Für das Tischlerhandwerk wird sich damit nichts ändern.“ Darüber hinaus versteht der Unternehmer nicht, wieso eine Lohnregelung politisch erzwungen werde, da so in die Verhandlungen der Tarifpartner eingriffen werde.

löhne meist höher

Der geplante Mindestlohn betrifft viele Branchen nicht: 2020 soll dieser bei 515 Euro liegen, bis 2023 bei 620 Euro.

Im ersten Ausbildungsjahr betrugen die Vergütungen 2018/19 nach Angaben der Kreishandwerkerschaft für: Anlagenmechaniker/in 792 Euro Bäcker/in 615 Euro Dachdecker/in 760 Euro Fleischer/in 550 Euro Friseur/in 510 Euro Maler/in 620 Euro Maurer/in 850 Euro (nicht verbindlicher Vorschlag) Tischler/in 490-573 Euro

Kleine Veränderungen brächte die Initiative hingegen im Friseurhandwerk mit sich: Dort würde die monatliche Ausbildungsvergütung um fünf Euro steigen . „Jeder Euro zählt“, sagt Carsten Bleckwenn, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft in Delmenhorst.

Auch wenn in einigen Branchen händeringend nach Auszubildenden gesucht wird, glaubt Bleckwenn nicht, dass damit das Versorgungsproblem für bestimmte Berufsgruppen gelöst ist. Er hält dagegen, dass nach dieser Logik das Maurerhandwerk keinerlei Probleme mit der Besetzung von Ausbildungsplätzen haben dürfte. Denn Auszubildende erhalten dort eine sehr hohe Vergütung. Zudem würden sich die meisten Unternehmen über dem vorgeschlagenen Mindestlohn bewegen, um Auszubildende anzulocken. Dem schließt sich auch Carsten Wichmann an. Seines Erachtens ist die Bezahlung in der Ausbildung nur ein Aspekt von vielen: „Attraktivität der Berufe und die gesellschaftliche Anerkennung spielen eine größere Rolle als die Ausbildungsvergütung.“

Stefan Bünting von der Industrie- und Handelskammer Oldenburg glaubt indes nicht, dass kleinere Betriebe in der Region durch die Lohnerhöhungen in Schwierigkeiten kommen: „Im Oldenburger Land haben wir diese Sorgen nicht“. In allen von der IHK gelisteten Berufen werde mehr als 515 Euro gezahlt.

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