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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Trockener Sommer – teurerer Grünkohl?

09.10.2019

Ganderkesee „Das gab es noch nie“, sagt Landwirt Ralf Denker. Auf seinen sonst fürs Grünkohlgemüse reservierten 1500 Quadratmetern Land in Kühlingen sind in diesem Jahr nur wenige Kohlpflanzen angewachsen. „Und die paar Pflanzen werden jetzt auch noch von den Hasen gefressen“, ärgert Denker sich über den totalen Ernteausfall.

Ohne regelmäßige Beregnung, so der Landwirt, sei der Anbau der „Oldenburger Palme“ in der Region offenbar nicht mehr möglich. „Das ist die Lehre aus dem zweiten Dürresommer in Folge“, betont Denker.

Mit Brunnen und Pumpen

Nur 500 Grünkohlpflanzen hat Stefan Bruns einige Kilometer weiter – dank Brunnen und Pumpen – auf seinem Gemüsehof in Bergedorf durch die Dürre gebracht. Nach dem ersten Frost in der Nacht auf Montag wachsen die dicken grünen Strunken weiter. „Die letzten Tage Regen, das hat dem Land gut getan“, sagt Bruns. Allerdings werde auch das reichliche Wasser von oben jetzt nicht mehr verhindern können, dass der Kilopreis für den Grünkohl zu Beginn der Erntesaison allgemein steigen werde, blickt er voraus. „Aber wohl nur leicht“, ist der Landwirt überzeugt.

Erster Frost als Auftakt zur Kohlsaison

Zum ersten Kohlessen der neuen Saison lädt Gastwirt Gerhard Menkens („Zum grünen Hof“) in Hoykenkamp für Sonntag, 27. Oktober ein (20 Euro). Beginn des Essens ohne Kohlparty ist um 12 Uhr. Traditionell wird Grünkohl erst nach dem ersten Herbstfrost geerntet. Grund: Die in ihm enthaltenen Bitterstoffe sind dann neutralisiert. Den ersten Nachtfrost gab es von Sonntag auf Montag.

Die größten Kohlpartys in der Gemeinde steigen in Stenum mit bis zu 1000 Personen und Unterhaltungsprogramm im Hotel und Restaurant Backenköhler.

Auch Ganderkeseer Gastronomen heben die Preise für ihre Grünkohlessen daher an, doch es gibt noch andere Ursachen, die die Kosten treiben.

Das kostet die Kohlfahrt

Um vier Euro auf dann 58 Euro erhöht Backenköhler den Preis fürs Kohlvergnügen in der kommenden Saison, die in Stenum am 18. Januar beginnt. „Wir setzen nur noch auf nachhaltig angebaute Lebensmittel und Fleisch aus der Region“, erläutert Mitarbeiterin Kerstin Stöterau. Auch denke man ganz bewusst ans Tierwohl: Für die tägliche Zubereitung werde Fleisch von ausgesuchten Höfen ausgewählt. Schweine würden dort in Offenstall-Haltung aufwachsen. Stöterau: „Qualität hat ihren Preis.“

Bei Gerhard Menkens („Zum grünen Hof“) in Hoykenkamp steigt der Preis für die Kohlparty auf 54 Euro. Start ist am 11. Januar. Neben höheren Preisen beim Wareneinkauf spielen sowohl bei Menkens wie auch andernorts Personal- und Betriebskosten natürlich eine Rolle. In Bookholzberg eröffnet das „Schwarze Ross“ die Saison am 11. Januar (49,90 Euro pro Person), im Ganderkeseer Airfield Restaurant geht es am 25. Januar los zum Preis von 56,50 Euro. Im Oldenburger Hof bleibt Wirt Olaf Stolle auch 2020 unter der 50-Euro-Marke: Verlangt werden zum Start am 11. Januar 49,50 Euro pro Person.

Auch in Grüppenbühren im Traditionsgasthof „Zur Linde“ werden bald wieder Grünkohl, Kassler, Wurst und Pinkel gekocht. „Das Programm und die Termine spreche ich individuell mit interessierten Gästen ab“, sagt Gastwirt Olaf Sievers.

Thorsten Konkel Redakteur, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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