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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Coffee To Go: Mitnehmen – nicht wegwerfen

28.09.2017

Ganderkesee /Bookholzberg „Klar, geben Sie mir einfach den Becher.“ Irritiert ist Heike Düpper von der Landbäckerei Tönjes nicht, wenn ein Kunde seinen eigenen Becher für den „Coffee to go“ mitbringt. „Das kommt vor allem morgens häufiger vor“, weiß die Verkäuferin.

Sich schnell einen Kaffee mitnehmen und ihn unterwegs trinken, ist in Deutschland beliebt. Laut Deutscher Umwelthilfe werden hierzulande 320 000 Coffee-to-go-Becher verbraucht – stündlich. Das macht pro Jahr fast drei Milliarden Becher, die im Müll landen.

Und doch ist der Anteil an den Wegwerfbechern im Vergleich zum restlichen Müll gering (siehe Infokasten). Aber Kleinvieh macht auch Mist, und deswegen setzen immer mehr Verbraucher, aber auch Kaffee-Anbieter, auf wiederverwertbare Alternativen. Doch wie unkompliziert ist es wirklich, in Ganderkesee seinen eigenen Becher mit Kaffee befüllen zu lassen? Die NWZ hat es bei Bäckereien, im Bioladen und bei einer Eisdiele ausprobiert.

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„Coffee to go“ in Deutschland

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gibt an, dass von den durchschnittlich über 160 Litern Kaffee, die jeder Deutsche pro Jahr trinkt, rund fünf Prozent aus Einwegbechern stammen.

Rund 70 Prozent der Menschen in Deutschland würden besonders häufig oder gelegentlich zum Einwegbecher greifen. Allein in Berlin würden pro Tag 460 000 Coffee-to-go-Becher verkauft.

Für die Beschichtung der meist aus Papierfasern hergestellten Becher mit Kunststoff werden, so die DUH, jährlich 22 000 Tonnen Rohöl verbraucht – inklusive Deckel. Für die Pappbecher würden zudem kaum Recyclingfasern genutzt.

Gemessen am Plastikmüll ist der Anteil der Einwegbecher gering: Laut DUH entstehen durch sie rund 400 000 Tonnen Müll – der Kunststoffverpackungsmüll belaufe sich insgesamt auf drei Millionen Tonnen.

In der Mühlenstraße gab es keinerlei Probleme. Neben der Bäckerei Tönjes und der Bäckerei Krützkamp war es auch im Bioladen Kornkraft ganz leicht, seinen eigenen, sauberen Becher statt der vorrätigen füllen zu lassen. „Der Becher ist nur größer als unsere und wird deswegen nicht ganz voll“, erklärt Marja Görges von der Bäckerei Krützkamp. Rabatt gibt es allerdings nicht, auch nicht bei der Bäckerei Tönjes oder dem Bioladen Kornkraft.

Die Erfahrungen mit mitgebrachten Bechern sind indes unterschiedlich: Während Heike Düpper durchaus einen Anstieg der Kunden mit eigenen Bechern sieht, wünscht man sich bei Kornkraft diesen Anstieg noch. „Wir bieten ja auch eigene, wiederverwendbare Becher an“, so Renate Heymann vom Bioladen.

Und andernorts? „Das hat mich noch nie jemand gefragt, aber kein Problem!“, zeigt sich Sebastian Aslan vom Bookholzberger Eiscafé & Pizzeria San Remo von der Frage begeistert. „Das ist umweltschonend, das sollten viel mehr machen“, so Aslan.

Normalität ist das Mitbringen eigener Becher indes schon fast bei der Shell-Tankstelle an der Grüppenbührener Straße. „30 Prozent unserer Kunden bringen schon eigene Becher mit“, so Tankstellenbesitzer Joachim Jaursch. Gerade Lkw-Fahrer und Handwerker, die morgens zur Baustelle fahren, haben eigene Behältnisse dabei. Die Nutzung der vorhandenen Einwegbecher gehe immer weiter zurück. „Es ist noch nicht so, dass der Großteil so verfährt, aber es wird mehr“, so Jaursch. Ein weiterer Trend sorge aber dafür, dass die vorhandenen Einwegbecher an Bedeutung verlieren: „Viele setzen sich auch hin und trinken in Ruhe ihren Kaffee“, erklärt Jaursch.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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