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Verkehr: Bekenntnis zum Kreisel in Bookhorn

03.05.2018

Ganderkesee /Bookhorn So langsam wird der Kreisel rund: Mit großer Mehrheit hat der Ausschuss für Straßen und Verkehr am Mittwochabend die Gemeindeverwaltung beauftragt, die Planung für den Umbau der Kreuzung Oldenburger Straße/Westtangente/Am Welsetal fortzuführen. Ein von der CDU beantragter Zusatz, alternativ auch einen Kreisel zu planen, der in der Mitte überfahrbar ist, fand keine Mehrheit.

Seit Jahren wird über die Kreuzung in Bookhorn diskutiert, lange scheiterte die Umsetzung an der Frage, ob der Landkreis als Träger der Kreisstraße Oldenburger Straße sich an den Kosten beteiligt. Mittlerweile liegt aber nach Angaben der Verwaltung eine Zusage des Kreises vor, für die beiden Äste der Oldenburger Straße jeweils 25 Prozent der Kosten zu tragen. Die Westtangente und die Straße Am Welsetal sind Gemeindestraßen. Die Hälfte der Baukosten von geschätzten 800 000 Euro müsste die Gemeinde tragen.

Das ist für Arnold Hansen von den Freien Wählern viel zu viel Geld. Er hatte beantragt, stattdessen eine Ampelanlage in Erwägung zu ziehen, und die Verwaltung gebeten, dafür die Kosten zu ermitteln. Ergebnis: Eine Ampel würde zwischen 100 000 und 150 000 Euro kosten. „Wir sollten dort die kostengünstigste Lösung schaffen und nicht die teuerste“, warb Hansen in der Ausschusssitzung um Unterstützung. Er gab zu bedenken, dass auf die Gemeinde in den nächsten Jahren erhebliche Pflichtausgaben zukommen: etwa um die Beitragsfreiheit in den Kindertagesstätten auszugleichen oder zur digitalen Ausrüstung der Schulen. „Wir sind zum sorgsamen Umgang mit den Steuermitteln verpflichtet“, so Hansen.

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Beistand fand der Fraktionschef der Freien Wähler aber nur bei der UWG: Nicht nur aus Kostengründen sei eine Ampel – möglichst mit Induktionsschleife – die bessere Lösung, „sondern auch, weil sie den gleichen Zweck erfüllt“, sagte deren Ratsherr Thorsten Busch.

Die Notwendigkeit eines Kreisels betonten indes Marcel Dönike für die SPD, die im November die Bereitstellung von Planungskosten (35 000 Euro) im Haushalt 2018 und der Baukosten (800 000 Euro) im Haushalt 2019 beantragt hatte, und auch Volker Schulz-Berendt von den Grüne: „Der Kreisverkehr ist eine attraktive Lösung“, sagte er und lobte die Gemeinde dafür, dass sie ihren Ermessensspielraum ausnutze. Denn gemessen am Verkehrsaufkommen und der Unfallhäufigkeit erfüllt die Kreuzung die Voraussetzungen für einen Umbau eigentlich nicht.

CDU-Ratsherr Günter Westermann überraschte die anderen Fraktionen dann noch mit seinem Vorstoß für einen überfahrbaren Kreisel, der deutlich günstiger zu bauen sei. Einen solchen gebe es in Kirchhatten schon – mit guten Erfahrungen. Mit dieser Ansicht stand Westermann allerdings allein.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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