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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Demonstration In Ganderkesee: Landwirte machen auch vor Ort mobil

27.11.2019

Ganderkesee Am Dienstag demonstrierten 10 000 Landwirte in Berlin gegen die Agrarpolitik der Regierung. Mit dabei waren zehn Landwirte aus der Gemeinde, die den Weg zur Bundeshauptstadt angetreten hatten. Aber auch in Ganderkesee selbst gab es Unterstützung für den Protest: Rund 100 Landwirte und Angehörige versammelten sich um 18 Uhr vor dem Rathaus, um eine Liste mit Forderungen vorzulesen und der Bürgermeisterin zu überreichen – dieselben Forderungen, die seitens des Zusammenschlusses „Land schafft Verbindung“ in Berlin diskutiert wurden.

Die Demo in Berlin unterstützen

„Es gibt sicher auch lokale Themen, aber wir wollen in Ganderkesee vorrangig die Demo in Berlin unterstützen“, erklärte Sandra Schmidt, die am Rathaus für die versammelten Ganderkeseer Landwirte sprach. „Wir wollen auch regional deutlich machen, dass etwas passiert.“

Die Forderungen, die „Land schafft Verbindung“ zusammengefasst hat, sind unter anderem ein fairer Umgang, verlässliche Politik und einheitliche EU-weite Richtlinien sowie Aussetzung des Agrarpakets und Überprüfung der Dokumentationspflicht, so Schmidt. Es könne nicht sein, dass die Politik sich einer neutralen Erforschung des Insektenrückgangs oder der Nitratbelastung verweigere.

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Regionalität in Ganderkesee fördern

Bürgermeisterin Alice Gerken zeigte sich von dem Engagement beeindruckt. „Dass sich Landwirte einmal so zusammenschließen, ist schon ein deutliches Zeichen.“ Sie hoffe, dass die Gemeinde stets als verlässlicher Ansprechpartner wahrgenommen werde, räumte aber auch ein, dass es bei der Regionalität von landwirtschaftlichen Produkten noch Nachholbedarf gebe, „Da müssen wir mehr tun.“

Positiv hob Gerken die ruhige Atmosphäre des Protestes hervor, die „keineswegs selbstverständlich sei“, und betonte die Wichtigkeit des Dialogs zwischen den Landwirten und der Politik. „Wir müssen richtig miteinander reden.“ Sie versprach, die Forderungen der Landwirte an die nächsthöheren politischen Instanzen weiterzugeben.

Streiten für die eigene Existenz

„Ich wünsche Ihnen Erfolg“, sagte Gerken, „streiten Sie weiter für Ihre Existenz.“ Sie habe volles Verständnis dafür, dass es für die Landwirte um die eigenen Kinder und die berufliche Zukunft gehe.

Die Ganderkeseer Landwirte, die sich an der Demo in Berlin beteiligt hatten, zogen am Abend ein positives Fazit. „Die Aktion war rundum gelungen“, sagte Teilnehmer Heino Stöver, „für uns hat sich der Aufwand gelohnt.“ Neben der enorm hohen Beteiligung von 10 000 Treckern vor Ort habe es in Berlin vor allem positive Rückmeldungen auch von Passanten gegeben. „Auf den Brücken haben viele Menschen gestanden und uns gewunken. Vor allem ältere Leute haben uns den Daumen hochgehalten. Natürlich gab den einen oder anderen, der böse geguckt hat, aber wir hatten den Eindruck, dass im Großen und Ganzen ein Zuspruch da ist“, so Stöver.

Teilnahme an der Demo kostet viel Geld

Unerheblich war der Aufwand für die Ganderkeseer nicht. „Rund 300 Euro pro Fahrzeug, mit den Hotelkosten“, schätzte Stöver die Kosten der Fahrt nach Berlin, zu der für die meisten Landwirte auch noch Arbeit komme, die in der Zwischenzeit zuhause unerledigt bleibt. „Das machen wir deshalb auch nicht mal eben so, sondern weil wir das jetzt wirklich wollen und müssen. Anders werden wir nicht wahrgenommen.“

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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