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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Netflix dreht im sparsamen Ganderkesee

02.01.2019

Ganderkesee Was hält 2019 für Ganderkesee bereit? Die NWZ-Redaktion hat die Kristallkugel wieder aus dem Schrank geholt und, nach einem tiefen Schluck aus der Sektflasche, die garantiert zutreffenden Visionen aus der blitzenden Kugel aufgeschrieben.

Januar: Hell leuchtend

Der Winter bricht ein – und das mit Wucht und viel, viel Schnee. Sehr zur Freude der Falkenburger, denn: Die dichte Schneedecke reflektiert das Licht der neuen LED-Straßenlaternen. „Jetzt sieht man endlich wieder was“, freut sich Ratsfrau Christel Zießler. Nach ein paar Tagen tauchen Bilder auf, aufgenommen von Bord der ISS: Falkenburg ist als strahlendes Fanal bis weit ins All zu sehen. „Schade, dass ich das nicht mehr erleben konnte“, bedauert Astronaut Alexander Gerst auf Nachfrage der NWZ.

Februar: Literaturpreis

Die ersten Gedichte aus dem Poesie-Briefkasten der Gemeindebücherei werden in einem Buch veröffentlicht. Erstmals wird die internationale Literaturszene auf die Gemeinde aufmerksam. Ganderkesee wird Ausrichter des Literaturnobelpreises – und baut dafür endlich die langersehnte Mehrzweckhalle.

März: Öko-Strampeln

Auch die Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) will sich künftig für den Klimaschutz engagieren. Erstmals werden zum Faschingsumzug nur noch Fahrzeuge mit E-Antrieb oder Flüssiggas als Zugmaschinen zugelassen. Pferdegespanne seien eine Alternative, mit den Pferdeäpfeln dürfe aber beim Umzug nicht geworfen werden, betont GGV-Sprecher Timo Vetter.

April: Käfer-Alarm

Die Eröffnung des Informationszentrums zur Freilichtbühne in Bookholzberg muss erneut verschoben werden. Grund ist ein plötzlicher Befall des Geländes mit braunen Käfern. „Die haben sich seit rund 80 Jahren hier versteckt“, kommentiert ein Experte. Als Lösung des Problems komme nur eine schamanistische Reinigung in Frage. Diese könne aber dauern, „Schamanen sind in dieser Region nicht sonderlich verbreitet“, so die Begründung.

Mai: Mehrgeschossig

Nachdem die Gemeinde die nötigen Flächen erworben hat, kann das Verfahren für den Bebauungsplan „südlich Heuweg“ in Heide endlich weitergeführt werden. Um den sozialen Wohnungsbau zu realisieren, werden die Pläne nochmals überarbeitet: Jetzt sind Mehrfamilienhäuser mit bis zu fünf Geschossen und 20 Wohnungen möglich. Die erbosten Anlieger starten eine Protestaktion, bei der sie gelbe Bauarbeiterwesten überstreifen und durch die Rathausstraße marschieren.

Juni: Höchster seiner Art

Der Verein Ganter-Art meldet die 100. Landung eines Kunst-Ganters in der Gemeinde. Auftraggeber ist der Norddeutsche Rundfunk, der das Kunstwerk rot-weiß bemalen und auf der Spitze seines Sendemastes in Steinkimmen aufstellen lässt. „Endlich mal einer unserer Ganter in der Luft“, so Ganter-Art-Vorsitzender Ecco Eichhorn.

Juli: Politiker feiern

Ganderkesee schwitzt in einem neuen Rekordsommer, doch das Freibad bleibt wegen Umbaus geschlossen. Findige Teichbesitzer machen aus der Not eine Tugend und stellen ihre Tümpel gegen Eintritt zur Verfügung. Die Wirtschaftsförderung unterstützt den Unternehmergeist und sperrt den Sielingsee für die Öffentlichkeit. Ende Juli kommt heraus, dass die Ratsvertreter die Chance genutzt und ausschweifende Partys am See gefeiert haben. Zur Strafe müssen die Politiker alle Kinder bis zwölf Jahre kostenfrei mit Eis versorgen.

August: Turm als Filmset

Der neue Aussichtsturm in Hohenböken wird endlich fertiggestellt – und bringt die Gemeinde auch als Drehort ins Rennen. Netflix wählt Hohenböken für eine Neuauflage von Rapunzel aus. Das Frisörhandwerk in der Gemeinde stagniert, weil viele Ganderkeseerinnen sich eine Rolle als Hauptdarstellerin erhoffen.

September: Narrenschule

Da die GGV mit zunehmendem Nachwuchsmangel zu kämpfen hat, wird ein einzigartiges Projekt initiiert: An den Schulen in der Gemeinde wird „Narretei“ als verpflichtendes Fach von der Grundschule bis zur Oberstufe eingeführt. Während an den Grundschulen der Tanz und die Faschingsgrundlagen im Vordergrund stehen, können sich die höheren Klassen spezialisieren: Zur Auswahl stehen Kurse wie „Witze erzählen für einen gelungenen Büttenabend“, „Die physikalischen Eigenschaften ballistischer Kamelle: Zielsicheres Werfen“ und „Die alkoholische Gärung: Flüssigkeitszufuhr will gelernt sein“.

Oktober: Ausgeheckt

Der seit gut einem Jahr geplante Wallheckengarten lässt die Kritiker der Marktplatz-Umgestaltung endlich verstummen. Denn Kirschlorbeer und Buchsbaum sorgen auf dem eher kahlen Platz für eine ganzjährige Begrünung. Die Rathausstraße hat nun den lang ersehnten Publikumsmagneten: Denn verträumte Lauben dienen nicht nur Kindern zum Versteckenspielen, sondern sind auch beliebte Rückzugsorte für Pärchen. Klar, dass eine solche Attraktion nicht umsonst zu haben ist: Der Etat des Kommunalservice Nordwest wird um 200 000 Euro aufgestockt. „Heckenscheren sind teuer“, so Kommunalservice-Chef Uwe Nordhausen.

November: So spart man

Seit dem Jahresbeginn werden die regioVHS Ganderkesee-Hude sowie Bäder und Sauna als Eigenbetriebe geführt. Zwar treten die erhofften Spareffekte nicht ein, aber der Gemeinde-Haushalt stellt sich viel übersichtlicher dar, wenn immer mehr Kostenfaktoren ausgegliedert werden. Darum beschließt der Rat, zum Jahresbeginn 2020 auch das Bürgerbüro, die Wirtschaftsförderung und alle 16 kommunalen Kindergärten in Eigenbetriebe umzuwandeln. Das Volumen des Haushaltsplans 2020 schrumpft so um die Hälfte, Ganderkesee wird als „Niedersachsens sparsamste Gemeinde“ nominiert.

Dezember: Garantiert

Der Dezember ist der letzte Monat des Jahres. Wetten, diese Vorhersage trifft zu? Beim Wetter rät die Redaktion hingegen lieber nicht.

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