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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wohin mit dem Herbstlaub in Ganderkesee?

21.10.2019

Ganderkesee Mieter oder Grundstückseigentümer kennen es: harken, kehren, aufsammeln, einsacken – und weiter geht’s mit der Herbstlaubbeseitigung. Auch der Kommunalservice ist in Ganderkesee von Ende Oktober bis teils Mitte Dezember mit bis zu 15 Mitarbeitern im Einsatz, damit die rutschigen Herbsthinterlassenschaften im öffentlichen Raum Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden.

„400 bis 500 Tonnen an Laub werden von uns in Ganderkesee in jedem Jahr zusammengetragen“, sagt Hartmut Abel, beim Kommunalservice Nordwest Fachbereichsleiter Garten- und Landschaftsbau. Diesmal dürften es weniger werden – wegen des zweiten trockenen Sommers in Folge habe die Vegetation stark gelitten, so Abel.

Laub Ordnungsgemäß entsorgen

Das Nachbarrecht im Land Niedersachsen besagt, dass Rasenmäher und andere Geräte und Maschinen mit Elektro- und Verbrennungsmotor grundsätzlich nur an Werktagen in der Zeit von 7 bis 20 Uhr benutzt werden dürfen.

Laubbläser oder Grastrimmer mit Verbrennungsmotor ohne EG-Umweltzeichen dürfen darüber hinaus nur von 9 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr betrieben werden. Die Gemeinde Ganderkesee hat im Ortsrecht keine über das Nachbarrecht hinausgehenden Regelungen getroffen.

Der Kommunalservice berät Bürger und Straßengemeinschaften im Einzelfall über eine Abholung von größeren Laubmengen unter Telefon  04222/94 65-0. Anfragen per E-Mail (info@kommunalservice-nw.de) oder die Homepage.

Ein Video zum Thema Laubentsorgung unter:

    www.kommunalservice-nw.de

   https://bit.ly/2Mj9TK https://bit.ly/2mpj9tk

Wie das Wetter auch sein mag, jedes Jahr aufs Neue fragen sich Anwohner, die selbst keine eigenen Bäume im Garten haben, wohin mit dem welken Grün vor der Tür oder auf dem Hof, das von nahestehenden Straßenbäumen stammt.

Bürger in der Pflicht

Wer verantwortlich für die Beseitigung ist, erläutert Uwe Nordhausen, Kommunalservice-Geschäftsführer: „Die Gemeinde hat die Straßenreinigungspflichten auf die Bürger übertragen, das geht aus der Straßenreinigungssatzung und -verordnung im Ortsrecht hervor.“ Es liege in der Verantwortung der Anwohner, das Laub aufzusammeln, auch wenn es von gemeindeeigenen Bäumen auf ihr Grundstück oder auf Straßen und Wege davor falle. „Die Blätter gehen nämlich ins Eigentum der Anlieger über“, erklärt Nordhausen den juristischen Kniff. Jedoch lasse der Kommunalservice die Bürger bei der Entsorgung des Straßenlaubs nicht allein: „Nach vorheriger Vereinbarung holen wir Laub ab einer Menge von zehn Säcken oder entsprechender Anzahl von ,Big-Bags’ ab“, verspricht er. Auch Straßengemeinschaften, die gemeinschaftliche Sammeltage veranstalten, können sich an den Kommunalservice wenden. In kleineren Mengen ist das Laub ein Fall für die Biotonne. Auch das Kompostieren ist möglich.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) weist auf seiner Internetseite auf die Bedeutung des welken Blattwerks als natürlicher Winterschutz für Flora und Fauna hin. Mit Hilfe von Laub, Ästen und Zweigen könnten Gartenfreunde ihre Gärten im wahrsten Sinne des Wortes „beleben“. Die zusammengerechten Haufen seien für viele Tiere eine Überwinterungshilfe – beispielsweise für Igel oder die Larven vieler Schmetterlinge. Verteilt auf Beeten und unter Bäumen fänden dort ebenfalls Regenwürmer, Spinnen, Käfer, Molche, Raupen und Falter einen Unterschlupf. Igel würden bald mit der Suche nach einem Platz für den Winterschlaf beginnen und Laub- oder Reisighaufen als Schutz vor der kalten Jahreszeit nutzen.

Egal, wo das Laub hinkommt: Der Harke und dem Rechen geben die Naturschützer beim zusammentragen klar den Vorzug und warnen deutlich vor Laubsaugern oder -bläsern. Der Grund: Die ökologischen Schäden, die die lauten motorisierten Laubsauger anrichten, seien enorm. Und Kleinstlebewesen würden zusammen mit dem Laub aufgesaugt und zerstückelt.

Der Wald ist tabu

Eines sollten Laubgeplagte allerdings auf keinen Fall tun: Blätter oder sonstige Gartenabfälle im Wald abladen. Das erfüllt nicht nur den Tatbestand der illegalen Müllentsorgung, sondern ist zudem ebenfalls besonders schlecht für die Umwelt. Die artfremden Blätter können den heimischen Wald gleich in mehrfacher Weise schädigen: Gartenschädlinge können sich ungehindert verbreiten. Und zu viel Laub am Boden sorgt für die schädliche Überdüngung der Bäume im Wald.


Mehr Infos unter   www.nabu.de 
Thorsten Konkel Redakteur, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
04222 8077 2742
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