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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ganderkeseer Verein seit zehn Jahren stark im Insektenschutz

10.05.2019

Ganderkesee „Insektenschutz geht alle an“, fasst Dr. Klaus Handke zusammen. Anlässlich der Jahreshauptversammlung des Fuhrenkamp-Schutzvereins hatte er umfassend zum Insektensterben referiert – dem Hauptthema des Vereins in diesem Jahr.

„Was wir brauchen, ist ein Naturschutzberater“, fordert der Vereinsvorsitzende Dr. Michael Müller, „ähnlich wie wir schon einen Klimaschutzmanager haben. Jemand, der im Sinne der Natur argumentiert.“ Die Aktivitäten des Vereins weckten zwar Akzeptanz bei den Bürgern, aber es fehle seitens der Gemeinde an zentraler Steuerung.

Insektensterben hat viele Faktoren

Als Ursachen für das Insektensterben listet Handke etliche Faktoren auf: intensive Bewirtschaftung von Flächen, zu hoher Nährstoffeintrag, zu intensive Pflege von Wegesrändern und der Verlust „kleiner“ Flächen, Verlust von Rückzugsflächen wie Schlatts und Sandgruben oder auch zunehmend insektenfeindliche Gartengestaltung. Handke: „Das in den Griff zu bekommen ist ein großes Problem.“

Seitens der Bürger sieht er eine gewisse Hilflosigkeit, die den Bedarf an einer zentralen Beraterfigur notwendig mache. „Das kann auch nicht ehrenamtlich erledigt werden“, sagt Handke, „und eigentlich ist es Aufgabe der unteren Naturschutzbehörde. Die müssten viel mehr machen.“

Trotz allem sieht der Verein die Gemeinde Ganderkesee auf einem guten Weg, was Insektenschutz betrifft. Neben rund 30 Hektar Ackerrandstreifen gebe es umfängliche Beratung für Gartenbesitzer und Gewerbetreibende, sowie Aktionen mit Partnern wie dem Naturschutzbund.

Insektenschutz seit über zehn Jahren

„Wir sind froh, insektenfreundliche Flächen vor Ort zu haben“, erklärt Handke, „und das schon lange, bevor Insektensterben bundesweit ein Thema war.“ Als Beispiel wurde die Sandgrube „Fingertipp und Daumengrün“ genannt, ein Habitat, das der Verein zusammen mit vielen Unterstützern bereits seit 2009 pflegt.

Begrüßt wird auch die Initiative „Bienenglück“, vor allem aufgrund der Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft. 500 Quadratmeter Blühwiese stehen dort jetzt für drei Jahre unter der Patenschaft des Schutzvereins. „Das ist ein Pionierprojekt“, sagt Müller, „welches wir nachdrücklich unterstützen.“

Auf den Erfolgen will sich der Verein nicht ausruhen. „Da geht noch was“, versprach Handke.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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