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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Sonnige Zeiten für kommunale Dächer

23.08.2019

Ganderkesee Die Gemeinde Ganderkesee setzt auf die Kraft der Sonne: In den nächsten Jahren will sie jeweils mindestens 30 000 bis 40 000 Euro investieren, um bestehende öffentliche Gebäude mit Photovoltaik(PV)-Anlagen nachzurüsten. Diese Ankündigung der Verwaltung, die auf einem Antrag der CDU basiert und sich schon im Haushalt 2020 erstmals niederschlagen soll, wurde am Mittwoch im Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz von allen Fraktionen begrüßt.

Zwei Vorhaben seien bereits konkret geplant, berichtete Klimaschutzmanager Lars Gremlowski. Auf dem Saunahuus soll eine Anlage mit einer Leistung von 50 Kilowatt in der Spitze (kWp) installiert werden, fürs Rathausdach ist eine etwas kleinere PV-Anlage (40 kWp) vorgesehen. In beiden Fällen hofft die Gemeinde auf eine Förderung der N-Bank von bis zu 50 Prozent. Die Bearbeitung der Anträge zieht sich aber hin. Die Anlage auf dem Saunahuus werde wegen des dort hohen Energieverbrauchs komplett zur Deckung des Eigenbedarfs benötigt, sagte Gremlowski, während auf dem Rathaus ein Batteriespeicher eingebaut werden soll.

Gute Erfahrungen hat die Gemeinde bisher mit Photovoltaik auf ihren Dachflächen gemacht, besonders mit den leistungsstarken Anlagen auf den neuen Kindertagesstätten Bargup in Bookholzberg und Fritz-Reuter-Straße in Ganderkesee. Gremlowski erwartet Amortisierungszeiten von unter zehn Jahren. In der im Januar eröffneten Kita Bargup ist der Erfolg bereits an Zahlen erkennbar: „Die Anlage ist wirtschaftlicher als gedacht“, freute sich Gremlowski. Im Januar lag die Eigenverbrauchsquote bei 84 Prozent, im Sommer habe sie sich bei 50 Prozent eingependelt, weil jetzt weniger Heizenergie und Warmwasser benötigt wird. Interessant sei zudem die visuelle Darstellung von Verbrauch und Ertrag: Werte zu Erlösen, CO2-Verbrauch oder dem Wetter werden digital in Echtzeit angezeigt.

Im Gegensatz zu Neubauten sei bei Bestandsgebäuden die Installation von PV-Anlagen schwieriger und mit höheren Kosten verbunden, sagte Gremlowski. Dennoch gebe es eine Reihe von Objekten, die in Frage kämen. „Am meisten Sinn macht es bei Kindertagesstätten“, betonte der Klimaschutzmanager, da diese einen hohen Eigenstromverbrauch haben. Geprüft werden sollten die Möglichkeiten in den Ganderkeseer Kitas Habbrügger Weg, Marderweg und Montessori-Kinderhaus sowie bei der Schatzinsel in Hoykenkamp.

Für Gremlowski sind PV-Anlagen auf Altbauten aber nur sinnvoll, wenn sie mit einer energetischen Sanierung verbunden werden. „Dafür wird aus meiner Sicht bisher zu wenig Geld investiert.“

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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