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Gefährliche Pflanze In Ganderkesee: Der Kampf gegen den Riesenbärenklau

03.07.2018

Ganderkesee Erst jüngst ist Hans Fingerhut vom Naturschutzbund (Nabu) Ganderkesee ein großes Vorkommen aufgefallen: In einer breiten Reihe steht der Riesenbärenklau in einem Ortsteil der Gemeinde Ganderkesee. Die Pflanze ist für den Menschen gefährlich und wird seit Jahren systematisch bekämpft. Doch sie kommt immer wieder – und manchmal sind die Grundstückseigentümer auch uneinsichtig und wollen nichts tun.

Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Kaukasus als Zierpflanze nach Deutschland gebracht – und weigert sich seitdem standhaft, wieder zu verschwinden. Die Pflanze ist phototoxisch, das bedeutet: Der Pflanzensaft führt in Verbindung mit Sonnenlicht zu schweren Verbrennungen, sobald er mit der Haut des Menschen in Berührung kommt. „Tiere sind da weniger empfindlich“, erklärt Hans Fingerhut. So habe man beispielsweise im Dummbäke-Tal schon Schafe eingesetzt, die den Riesenbärenklau abfressen.

Die Verletzungsgefahr für Menschen sei aber massiv. Nachts könne der Pflanzensaft seine toxische Wirkung nicht entfalten, tagsüber solle man die auffälligen Pflanzen meiden. Oder nur mit entsprechender Schutzkleidung vorgehen. Aber auch bei der Entsorgung müsse man vorsichtig sein, damit sich die Samen nicht doch verbreiten.

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Der Nabu organisiert den Kampf gegen die eingeschleppte Pflanze seit Jahren zusammen mit der Gemeinde. „Insgesamt sind wir auch auf einem guten Weg“, so Carsten Wünker vom Fachdienst Natur der Gemeinde Ganderkesee. Das Wetter habe aber dafür gesorgt, dass vereinzelt Bestände wiedergekommen seien. Kleinbestände würden meist von den Nabu-Helfern entfernt, bei größeren Beständen unterstütze die Gemeinde bei der Anheuerung von Fachfirmen. „Wenn es zu viele Pflanzen sind, muss man Chemie einsetzen“, so Wünker. Die Kosten dafür trage auf öffentlichem Gelände die Gemeinde. Aber auch Privatpersonen können die Gemeinde um Hilfe bitten, müssen dann nur die Kosten selbst tragen.

Der konsequente Einsatz gegen den Riesenbärenklau zeige aber Erfolge, so Fingerhut. Rund um die Dummbäke, wo auch der Ochtumverband bei der Beseitigung hilft, könne man bereits zum zweiten Mal in Folge auf einen Arbeitseinsatz verzichten.


Merkblatt der Gemeinde zum Riesenbärenklau:   bit.ly/gdks-baerenklau 
Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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