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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Lieber in die Tonne statt in den Fuß

01.02.2018

Ganderkesee Weniger Glasflaschen – das bedeutet auch, dass es weniger Scherben am Boden und somit auch weniger Schnittverletzungen gibt. Seit einigen Jahren setzen die Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV), die Gemeindeverwaltung und die Getränkehändler deshalb auf die Aktion „Glasfrei um den Ring“.

Beim Faschingsumzug am Sonnabend, 10. Februar, halten die Geschäfte erneut ein großes Sortiment an Getränken in Kunststoffflaschen bereit. Außerdem werden an der Strecke 100 Mülltonnen aufgestellt, in denen Glasflaschen entsorgt werden können.

Die Aktion hat sich bewährt: „Wir merken stark, dass wir einen Rückgang beim Glas haben“, sagt Jan Marc Kahle, der bei der GGV für die Aktion zuständig ist. Und auch die Häufigkeit, mit der die Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz am Umzugstag Schnittverletzungen behandeln müssen, hat in den vergangenen Jahren abgenommen. Es gehe darum, die Verletzungsgefahr zu minimieren, sagt Kahle, der auch im DRK aktiv ist. Die Scherben der Glasflaschen könnten gefährlich sein, wenn man dünne Schuhe anhabe. Auch dass Kinder beim Aufsammeln von Bonbons in zerbrochenes Glas greifen, soll verhindert werden. „Außerdem kann man stürzen, wenn man auf eine Flasche tritt.“

In den Inkoop-Märkten in Ganderkesee und Bookholzberg, bei Famila und im Hol-ab-Getränkemarkt sowie an der Shell-Tankstelle im Ortskern wird deshalb auf ein großes Sortiment an Schnaps-Fläschchen aus Kunststoff gesetzt. Auch gebe es Prosecco und Bier in Dosen. „Die Einzelhändler bieten Alternativen an“, sagt Kahle.

Da die Glasflaschen aber nicht ganz von der Strecke verbannt werden können, stellt der Kommunalservice Nordwest 100 große, grüne Mülltonnen auf. Das seien so viele wie noch nie, sagt Kahle. „Gefühlt alle 20 Meter steht eine Tonne.“ An Punkten, an denen im vergangenen Jahr besonders viel Glas gesammelt wurde, sollen sogar mehrere Behälter stehen. Beim Faschingsumzug 2017 waren 5,5 Kubikmeter Müll in den Tonnen gelandet. „Wir appellieren an die Vernunft. Wenn man Glas mitbringt, sollte es darin landen.“

Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken lobt das Projekt. „Es ist eine gute Aktion, die durchschlägt und gut angenommen wird.“ Für die Einzelhändler sei sie eine logistische Herausforderung. Doch es werde Gefahrenpotenzial vermindert, sagt Gerken. Die Gemeinde unterstützt die Aktion „Glasfrei um den Ring“ mit dem Einsatz des Kommunalservice Nordwest.

Und dennoch ist das Deutsche Rote Kreuz am Tag des Umzugs auf Verletzungen aller Art vorbereitet. Zwischen 100 und 120 Helfer werden nach Angaben von Jan Marc Kahle im Einsatz sein. Darunter auch ein chirurgisches Team, das Schnittverletzungen nähen könne.

Antje Rickmeier
Redakteurin, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2740

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