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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Protestkonvoi rollt nach Hamburg: Ganderkesees Bauern wollen endlich gehört werden

15.11.2019

Ganderkesee /Hamburg Unter den tausenden Landwirten, die am Donnerstag in Hamburg mit ihren Traktoren gegen das Agrar-Paket der Bundesregierung demonstrierten, waren auch knapp 300 aus dem Landkreis Oldenburg, 50 davon aus der Gemeinde Ganderkesee. Auf der Rückfahrt überwog beim Strudthafer Landwirt Axel Iben die Hoffnung, mit dem geballten Protest doch etwas erreicht zu haben. „Ja, wir haben die Bürger wohl für unser Anliegen sensibilisiert“, ist er überzeugt.

„Wir können nicht mehr.“

„Papa kämpft für unseren Hof!“ Oder: „Das Agrarpaket – der Bauer geht“, ist auf den Plakaten zu lesen. Landwirt Jan-Bernd Stolle aus Großenkneten-Hellbusch sagt es anders: „Wir können nicht mehr. Es geht um unsere Existenz!“ Der 51-Jährige ist einer unter den Tausenden von Bauern, die gegen den erdrückenden Berg von Auflagen für die Branche protestieren. Die Aktion anlässlich der Umweltministerkonferenz sei eine der letzten Chancen, sich vor dem Inkrafttreten vieler Verordnungen Gehör zu verschaffen.

5000 Trecker auf dem Weg

Nach Angaben des Kreislandvolks waren rund 5000 Trecker auf die Hansestadt zugerollt. Die Bauern der Region haben sich an Sammelpunkten in Hellbusch und in Harpstedt getroffen, um als Kolonne zu fahren. Die Polizei begleitete den Konvoi. „Es klappt alles wunderbar“, berichtete Stolle um 6.48 Uhr. Da erreichte die Kolonne aus dem Kreis gerade Ottersberg. Viele Beamte hätten großes Verständnis für die Sorgen der Landwirte gezeigt. Auch die Hamburger waren keinesfalls negativ gestimmt. „70 bis 80 Prozent der Leute hielten den Daumen hoch“, berichtete Stolle. Auch Iben hat auf der Strecke lediglich drei Gegendemonstranten ausgemacht Ihr eigentliches Ziel, den Gänsemarkt in Hamburg, erreichten viele Landwirte aus dem Landkreis nicht. In der Nähe des Hafens ging es für die Schlepper aus Ganderkesee nicht mehr weiter. Diskutiert wurde eifrig, auch mit Passanten. „Wir werden sonst nicht gehört oder ernst genommen“, beschrieb Landwirt Hinrich Meyer (Hatten) seine Motivation zur Mitfahrt.

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Protest war richtig

Iben beteuert, die Art des Protestes sei richtig gewesen: „Wir können überhaupt nur noch wahrgenommen werden bei Bürgern oder Medien, wenn wir viele sind und zusammen auftreten“, so der Strudthafer.

„Wir fuhren nicht nach Hamburg, um großen Krawall zu machen“, sagte Stolle. Das sah auch Axel Iben so: „Wir möchten an wissenschaftlichen Erkenntnissen gemessen werden“, sagte er. Doch zunehmend würde die Debatte emotionaler und ideologischer geführt werden, beklagte er das Schwinden der Sachlichkeit in der politischen Diskussion.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
Rufen Sie mich an:
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Thorsten Konkel Redakteur / Redaktion Ganderkesee
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