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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Hegering: Jäger an vielen Fronten gefordert

16.03.2018

Ganderkesee Insektensterben und Schweinepest, die Annäherung des Wolfes und Schäden durch Nutrias oder Krähen: Die Jäger im Landkreis Oldenburg sind an vielen Fronten gefordert. Diese Themen beschäftigten am Mittwochabend auch den Hegering Ganderkesee auf der Jahreshauptversammlung im Schützenhof.

Insekten

Der starke Rückgang der Insektenvorkommen bereitet auch der Kreisjägerschaft Sorgen. Seit etwa fünf Jahren beteiligt sie sich an den Ackerrandstreifen-Programmen im Landkreis. Im vergangenen Jahr seien kreisweit rund 150 Hektar Blühstreifen von 250 Landwirten angelegt worden, gut 20 Hektar davon in der Gemeinde Ganderkesee, berichtete Hegeringleiter Jan-Bernd Meyerholz. Er appellierte an die Mitglieder, weiter Flächen bereitzustellen. Saatgut gebe es bei der Genossenschaft. Gemäht werden sollten die Randstreifen nicht vor dem 1. August, damit insbesondere Fasan- und Rebhuhnküken lange genug Deckung haben. In Ganderkesee, so Meyerholz, habe man jetzt zudem begonnen, innerörtliche Flächen mit Wildblumen zu besäen, etwa im Industriegebiet nördlich der Bergedorfer Straße.

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Verdiente Mitglieder geehrt

Langjährige und verdiente Mitglieder des Hegerings Ganderkesee wurden zu Beginn der Jahreshauptversammlung ausgezeichnet. Für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden Hans-Joachim Mühlenfeld, Gerold Haverkamp und Arnd Schwarting, 40 Jahre im Hegering sind Dierk Stolle, Hans-Gerd Rodiek, Walter Stöver und Reiner Garms, auf 50 Jahre bringt es Horst Butz. Die übrigen Jubilare – Jörg Brümmer, Regina Cordes, Heiner Warrelmann (alle 25 Jahre), Dirk von Seggern, Bernhard Stöver (beide 40 Jahre), Günter Meiering, Reinhard Stöver und Ewald Kreye (alle 50 Jahre) – bekommen die Urkunden nachgereicht.

Das Verdienstabzeichen in Bronze erhielt Klaus Brüggemann und zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Harm Lange, Heinz-Dieter Schütte und Wilfried Rock sowie der nicht anwesende Albert Witte.

Schweinepest

Dass die Afrikanische Schweinepest auch Deutschland erreichen werde, sei so gut wie sicher, sagte Kreisjägermeister Friedrich Hollmann als Gast der Versammlung. Die größte Gefahrenquelle sei der Mensch: So hätten zum Beispiel rumänische Arbeiter die Seuche durch mitgebrachte Lebensmittel nach Tschechien eingeschleppt. Wildschweine spielten als Überträger eine große Rolle, erklärte Jan-Bernd Meyerholz, der die von der Landesregierung angekündigte Abschussprämie erläuterte: Diese solle es für jedes Stück Schwarzwild geben, das über der Durchschnittsstrecke der letzten drei Jahre liege. Im Bereich des Hegerings Ganderkesee sei die Population aber nicht so hoch, dass durch Abschüsse spürbare Verbesserungen erreicht werden könnten, meinte er.

Nutrias

Mit Nutrias gebe es immer mehr Probleme, berichtete Meyerholz. Die Biberratte, die zu den invasiven Tierarten gehört, richte auch im Landkreis Oldenburg zunehmend Schäden an, die Jäger seien gefordert. Als beste Methode biete sich die Fallenjagd an, die künftig auch ohne Jagdschein ermöglicht werden solle – allerdings mit einem Jagdberechtigungsschein. Bei Verzehr müssten Nutrias zuvor einer Trichinenprobe unterzogen werden.

Wölfe

„Es ist von einem regelmäßigen Wolfsvorkommen im Landkreis auszugehen“, sagte der Ganderkeseer Hegeringleiter, „also auch bei uns.“ Aufnahmen von Wildkameras sollten weitergegeben werden, um einen besseren Überblick zu bekommen, bat Meyerholz.

Krähen

Schäden durch Krähen sollen dokumentiert werden. Um die Erfassung kümmere sich der Kreislandvolkverband, so Meyerholz. Er appellierte an die Mitglieder, Schäden zu melden, um einen Antrag auf Verlängerung der Jagdzeit auf Krähen zu untermauern.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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