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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Anwohner fühlen sich von Gemeinde alleingelassen

26.08.2017

Ganderkesee /Hollen Familie Luitjens und die Anwohner im Holler Weg, gerade im Bereich der S-Kurve, fühlen sich von der Gemeinde alleingelassen. Zwar herrsche Tempo 30, aber viele Autofahrer würden sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Frage man bei der Gemeinde nach Lösungsvorschlägen, zum Beispiel die Installation von Bremsschwellen oder Hilfestellungen, stoße man auf taube Ohren. Auf Anfrage der NWZ hat die Gemeindeverwaltung nun Stellung zu den Vorwürfen erhoben.

Seit wann beschäftigt das Thema die Gemeinde?

„Nach den hier vorliegenden Akten“ hätten sich erstmals im Jahre 2009 Anwohner des Holler Weges an die Gemeindeverwaltung gewandt und sich kritisch über die Verkehrssituation am Holler Weg geäußert, teilt Peter Meyer, Fachbereichsleiter für Gemeindeentwicklung, mit. Auch in den Folgejahren verzeichnete die Gemeinde weitere Eingaben zu besagtem Abschnitt des Holler Weges.

Was hat die Verwaltung unternommen?

Man habe die Eingaben zum Anlass genommen, das tatsächliche Verkehrsaufkommen und die tatsächlichen Fahrgeschwindigkeiten zu ermitteln. Dafür sei das Verkehrsstatistikgerät zum Einsatz gekommen. „Solche Kontrollen wurden und werden am Holler Weg von der Gemeinde in unregelmäßigen Abständen vorgenommen“, so Meyer. „Die Messungen fanden ausnahmslos unter der Woche, meistens montags oder dienstags, sowohl im Tempo-50-Bereich als auch im Tempo-30-Bereich statt.“ So auch in dieser Woche, wie Meyer mitteilt. So werde immer verfahren. Nach der Überprüfung der Fahrgeschwindigkeiten und des tatsächlichen Verkehrsaufkommens werde eine Stellungnahme der Polizei zum Unfallgeschehen eingeholt. Anschließend berate die Verkehrssicherheitskommission. „Die Mitglieder der Kommission waren sich allerdings einig, dass über die vorhandene Beschilderung hinaus keine weiteren verkehrsbehördlichen Maßnahmen zu treffen sind.“

Was haben die Messungen ergeben?

Im Tempo-50-Bereich hätten die Messungen nur geringe Geschwindigkeitsüberschreitungen ergeben. Anders tatsächlich im Tempo-30-Bereich, in dem auch Familie Luitjens wohnt. Hier „waren die gemessenen Überschreitungen häufiger, die ermittelte durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit lag dort zwischen 46 und 50 km/h“, so Meyer.

Was hat die Gemeinde veranlasst?

Die Gemeinde sei aufgrund der Messergebnisse an Landkreis und Polizei herangetreten und habe darum gebeten, Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. „Ergebnisse dieser Kon­trollen liegen mir nicht vor“, erklärt Meyer. Zudem habe die Gemeinde „gelegentlich“ das Geschwindigkeitsdisplay der Gemeinde in den entsprechenden Bereichen eingesetzt, „um Fahrzeugführer zur Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit zu bewegen“.

Hat man mit den Anwohnern gesprochen?

Meyer betont, dass es in den zurückliegenden Jahren „mehrfach Gespräche mit Anwohnern des Holler Weges gegeben“ habe. In diesen Gesprächen habe man „vor allem über die Ergebnisse der Messungen informiert“.

Welche Hilfe könnte die Gemeinde anbieten?

Aus Sicht des Fachbereichsleiters wenig. „Bauliche Maßnahmen kommen am Holler Weg nach meiner Auffassung nicht vorrangig in Betracht“, erklärt Meyer. Zudem müsse man beispielsweise bei der Installation von Bremsschwellen beachten, dass diese auch für die Landwirtschaft und Rettungs- sowie Einsatzfahrzeuge ein Hindernis darstellen. Zudem betont Meyer, dass die Gestaltung des Straßenraumes oder die vorhandene Beschilderung keinen „Anlass zur ,versehentlichen’ Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit“ gebe. „Bewussten und gezielten Verkehrsverstößen kann aber letztlich nur durch intensivere Kontrollen und durch verschärfte Strafen begegnet werden“, erklärt er weiter. Darauf habe die Gemeinde jedoch keinen direkten Einfluss.

Wird es einen Vor-Ort-Termin geben?

Familie Luitjens hatte sich in der NWZ darüber beschwert, dass die Gemeindeverwaltung bisher nie die Chance ergriffen habe, sich vor Ort, zusammen mit den Anwohnern, ein Bild von der Situation zu machen. Die Zeitung für Ganderkesee hatte der Verwaltung das Angebot unterbreitet, einen Vor-Ort-Termin zu organisieren. Die Antwort: „Nachdem die Gemeindeverwaltung schon bisher für alle Bürgerinnen und Bürger ansprechbar ist und Hinweisen auf Geschwindigkeitsübertretungen nachgeht, besteht nach meiner Auffassung kein Bedarf an einem gemeinsamen Ortstermin unter Beteiligung der Nordwest-Zeitung.“

Claus Arne Hock
Volontär, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2743

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