• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Maisernte beginnt dieses Jahr früher

08.09.2018

Ganderkesee /Hude /Für Holger Blankemeyer ist es ungewöhnlich, jetzt schon seine Maishäcksler in den Einsatz zu schicken. „Normalerweise beginnt die Maisernte eher so um den 20. September herum“, weiß der Huder Lohnunternehmer. Aber wegen der langanhaltenden Dürre sind Maschinen und Mitarbeiter von Blankemeyer schon jetzt in Ganderkesee unterwegs. „So Mitte kommender Woche werden wir wohl fertig sein, dann geht es in der Wesermarsch weiter.“

Aber nicht nur der Beginn der Maisernte ist in diesem Jahr anders, sondern auch die Erträge. „Überladen fahren wir dieses Jahr definitiv nie“, scherzt Holger Blankemeyer. So zwölf Tonnen Mais pro Anhängerladung rechnet der Lohnunternehmer – in „normalen“ Jahren sind es 15 Tonnen. „Der Kolben ist einfach nicht so gut ausgebildet.“ Das mache sich auch bei der Gesamternte bemerkbar. Wo normalerweise 50 Tonnen pro Hektar anfallen, seien es in diesem Jahr meist eher 30 bis 35 Tonnen. „Dieses Jahr ist wirklich der Boden entscheidend“, weiß Blankemeyer. Und natürlich, ob man Glück hatte und vom spärlichen Regen etwas abbekommen hat.

Schneller geht die Ernte deswegen aber nur bedingt. „Wir rechnen so mit zwei Hektar, die wir pro Stunde schaffen“, erklärt der Huder. Auf den Tag gerechnet spare man durch die weniger entwickelten Pflanzen aber maximal eine Stunde. „Viel schneller können wir nicht fahren.“

Der normale Arbeitstag beginnt für die 15 festen Mitarbeiter und die mehr als zehn Aushilfen meist um 5.45 Uhr morgens, dann werden die drei Häcksler ausgeschickt – und Feierabend ist in der Regel gegen 21 Uhr. „Gerade für viele Aushilfen ist das Häckseln wie nach Mallorca zu fahren. Die freuen sich da das ganze Jahr drauf“, sagt Blankemeyer.

Die Traktoren mit Anhänger fallen natürlich auch den Menschen in Ganderkesee und Umgebung auf. „Manche ärgern sich sicher, wenn wir unterwegs sind. So schnell fahren wir auf Straßen ja nicht“, so Holger Blankemeyer. Die meisten würden aber Verständnis zeigen.

Aber wohin sind die schweren Maschinen eigentlich unterwegs? „In Ganderkesee häckseln wir für drei Betreiber von Biogas-Anlagen und für ein paar Viehbetriebe“, so der Lohnunternehmer. Die gehäckselten Pflanzen werden direkt zu den Auftraggebern gebracht.

Und so einige Ganderkeseer konnten die Ergebnisse der Arbeit von Blankemeyers Team schon selbst spüren. „Eine der Biogas-Anlagen wärmt das Freibad in Ganderkesee und Teile eines Altenheims“, so der Huder. Leiden aber nicht auch die Biogas-Anlagen unter den Ernteeinbußen? „Nein“, beruhigt Blankemeyer. „Die meisten Biogasanlagen konnten in den vergangenen Jahren Rücklagen aufbauen. Damit können die jetzt ausgleichen.“

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.