• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ganderkesee: Kompromiss um Sandwege unter Douglasien

01.07.2012

GANDERKESEE Die Kuh ist vom Eis. Das war die wohl wichtigste Botschaft eines Ortstermins am frühen Freitagnachmittag im Bürsteler Fuhrenkamp. Vertreter des Forstamtes Neuenburg und von Ganderkeseer Naturschutzverbänden hatten über der Frage gebrütet, wie der Streit um den Ausbau der Forstwege beigelegt werden könnte. Um 15 Uhr war der Kompromiss gefunden.

„Wir waren von der Vehemenz der Reaktion überrascht“, gestand der Leiter des Forstamtes, Dr. Martin Dippel, angesichts der heftigen Proteste gegen den Wegeausbau freimütig ein. Zugleich habe man Kommunikations-Defizite festgestellt, die es jetzt zu beheben gelte.

Der gefundene Kompromiss ist ein Bündel von mehreren Maßnahmen.

Zum Wegeausbau: Ursprünglich geplant war Befestigung durch Schottern auf 1600 Metern, bislang wurden etwa 1000 Meter dafür vorbereitet. Vereinbart wurde, nur 600 dieser 1000 Meter zu befestigen (und zwar im Wesentlichen die Zuwegung vom Immerweg aus zur Fuhrenkamp-Mitte und der Abzweig nach Südwesten).

Diese 600 Meter sollen anders befestigt werden als zunächst vorgesehen: Auf einer Breite von 3,50 Metern werden gebrochene Steine bis 8 cm Durchmesser aufgetragen – was laut Dippel den Vorteil bietet, das man nicht verdichten müsse. Die Steine würden übersandet – „so dass der Charakter der Sandwege erhalten bleibt“. Die Lösung biete auch den Vorteil, dass die zerschneidende Wirkung der Wege auf die Natur minimiert werde, so Landesforsten-Pressesprecher Rainer Städing. Die verbleibenden Wege bleiben naturbelassen.

Grundsätzliches Einvernehmen besteht ferner darin, dass es – begleitend zur Wegebefestigung – zusätzliche Maßnahmen geben soll. Gedacht ist an die Gestaltung von Wegerändern, von Waldaußenrändern und Nassbereichen. Mittelfristig sollen Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung für Naherholungssuchende folgen.

Dippel kündigte an, interessierte Gruppen vor der nächsten Holzernte einzuladen und zu informieren.

Eine andere Waldpolitik forderte MdL Axel Brammer (SPD) am Freitagabend. Das Land müsse die wirtschaftlichen Ansprüche an den Wald zurückfahren, es dürfe nicht nur um Festmeter Holz gehen. Im Fall des Fuhrenkamps seien dessen Erholungsfunktion und die ökologische Funktion höher zu bewerten als die Holzernte. Brammer forderte auch, dem einzelnen Förster wieder mehr Freiraum zu geben, etwa selbst festzulegen, wo mit Vollernter und wo nur mit Kettensäge gearbeitet werden dürfe. Brammer war auf Einladung von Georg Müller im Fuhrenkamp.

Karsten Kolloge
Harpstedt
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2706

Weitere Nachrichten:

Forstamt | Forstamt Neuenburg | Forstamt | SPD

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.