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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bürgerauto Unter Strom: In Ganderkesee elektrisch im Ehrenamt mobil

11.09.2019

Ganderkesee /Landkreis „Für die zwölf ehrenamtlichen Fahrer war es zunächst eine echte Umgewöhnung“, blickt Christa Wachtendorf zurück. Besonders schnell sei das neue Elektrofahrzeug in der Beschleunigung – und dennoch so leise, schwärmt die Ansprechpartnerin des Freiwilligen-Senioren-Services und des Freiwilligenforums „Mach mit“ der Gemeinde Ganderkesee. Seit rund zwei Monaten nutzt das Dutzend an Helfern das Bürgerauto, einen Renault Zoé, für die freiwillige Seniorenarbeit in der Gemeinde.

Hilfe kommt per E-Auto

Die Ehrenamtlichen, teils selbst schon im Seniorenalter, fahren betagte Menschen, die nicht mobil sind, zum Arzt. Sie ermöglichen ihnen Besuchsfahrten oder reisen rein elektrisch zu den Häuslichkeiten der Älteren, um sie in Altersangelegenheiten zu beraten. Eine der Freiwilligen ist Erika Lisson. Die Seniorenbegleiterin ist von der neuen Technik begeistert: „Ich würde mir sofort ein eigenes Elektroauto kaufen, aber ich fahre einfach zu wenige Kilometer im Jahr privat.“ Dafür ist Lisson jetzt viel im Dienste der Schwächeren unterwegs.

Sieben Stromtankstellen in der Gemeinde

Elektroautos können in der Gemeinde an sieben öffentlich zugänglichen Ladestationen aufgeladen werden. Im Ort Ganderkesee gibt es eine an der Bergedorfer Straße gegenüber dem Rathaus, weitere „Tankstellen“ stehen beim Inkoop-Markt an der Raiffeisenstraße sowie der LzO-Filiale, Grüppenbührener Straße. Geladen werden kann auch in Stenum beim Hotel Backenköhler, am Bürgerbüro in Bookholzberg sowie auf beiden Seiten der A-28-Raststätte Hasbruch.

Ein doppelter Gewinn

Für die Bürger sind das elektrisch betriebene Auto und sein Nutzungskonzept ein doppelter Gewinn: Neben der Klimafreundlichkeit des Antriebs betont Christa Wachtendorf vor allem den hohen Stellenwert des Angebots dahinter: „Ohne das E-Bürgerauto könnten wir diese Hilfen, die immer wichtiger werden, gar nicht anbieten.“ Ermöglicht wurde die Anschaffung des Zoé mithilfe eines Förderprojektes des Bundesumweltministeriums.

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Wachtendorf: „Es gibt immer mehr Ältere, die selbst nicht mehr mobil sind, keine Angehörigen haben, die helfen könnten oder die nicht über die finanziellen Mittel verfügen.“ Zudem sei heute nicht einmal mehr die Fahrt zur Operation in die Bremer Augenklinik gratis. Früher habe es dagegen von den Kassen für ambulante Behandlungen einen ,Taxischein’ gegeben, erinnert sich die Freiwilligen-Koordinatorin.

Der Blick auf den Tacho belegt, wie intensiv der im März in Dienst gestellte Wagen seit Juli genutzt wird, einige Zeit, nachdem die ehrenamtlichen Lenker entsprechende Fahrtrainings erhalten haben.

Viele Kilometer gefahren

Rund 4500 Kilometer hatten die Seniorenbegleiter und Wohnberater, aber auch die den Zoé nutzenden Verwaltungsmitarbeiter, bis Dienstag schon rein elektrisch zurückgelegt. Denn für Dienstgeschäfte wird das Auto zwischendurch ebenso genutzt wie das 2017 extra für diesen Zweck angeschaffte erste Elektroauto der Gemeinde, ein VW „e-up“ mit einer Reichweite von 160 Kilometern. Sein Kauf wurde damals anteilig mit Steuermitteln gefördert. In der Tiefgarage des Rathauses werden beide Autos mit Ökostrom geladen; zudem befindet sich auf dem Dach des Verwaltungssitzes eine Photovoltaikanlage.

Der Renault schafft in der Praxis zwar nur etwa 120 Kilometer mit einer Batterieladung, „doch das reicht für unsere Zwecke vollkommen“ beteuert Wachtendorf. Drin sind sogar weitaus mehr als bloß Kurzstrecken, hat Lisson festgestellt. „Ich bringe Menschen einmal in der Woche nach Oldenburg oder Bad Zwischenahn und zurück“, sagt die Ehrenamtliche. Dann müssten die restlichen Fahrten des Tages aber ganz genau geplant werden, räumt Wachtendorf ein.

Der Zoé ist kreisweit eines von fünf durchs Bundesumweltministerium geförderten E-Autos. Ein gleiches Modell fährt in der Gemeinde Dötlingen, zwei E-Nissans werden in Dünsen und Kirchseelte genutzt. Den Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen steht ein Renault Kangoo zur Verfügung. Landkreisweit waren Ende März 156 reine Elektroautos zugelassen.

Thorsten Konkel Redakteur / Redaktion Ganderkesee
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