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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Genossenschaft soll für Mobilität sorgen

12.02.2019

Ganderkesee /Landkreis „Ländliche Räume“ und „Mobilität“ sind zwei Schlagworte, die häufig in einem Atemzug genannt werden. Grund sind die zunehmende Langlebigkeit der Bevölkerung auf der einen und die schwindende Infrastruktur in ländlichen Gemeinden auf der anderen Seite. Nun fordert die SPD-Gemeinderatsfraktion, dass die Mobilität im ländlichen Raum „in Absprache mit den anderen Gemeinden, der Stadt und dem Landkreis“ konzentriert von der Gemeindeverwaltung angegangen wird.

Schwerpunkt solle auf der Möglichkeit „einer Sozialgenossenschaft oder einer Mitgliedschaft bei bestehenden Zusammenschlüssen“ liegen.

Was sind Sozialgenossenschaften?

Das genossenschaftliche Prinzip ist in Deutschland verschiedenfach ausgeprägt. Bekannt sind unter anderem aus der Landwirtschaft die Raiffeisen-Warengenossenschaften. Mit Sozialgenossenschaften „können Bürgerinnen und Bürger eigene Lösungen für ihre sozialen Bedürfnisse finden und sich selbst einbringen“, beschreibt es das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung auf seiner Internetseite. Es handele sich um eine „innovative Form der Selbsthilfe“, die „zum Erhalt der sozialen Infrastruktur“ beiträgt.

Wie ist die SPD auf die Idee gekommen?

In der Begründung führen die Sozialdemokraten an, dass in Zeiten von Klimawandel neue Mobilitätskonzepte erstellt und Synergie-Effekte genutzt werden sollen. Aus diesem Grund ist auch jüngst ein nahezu gleicher Antrag von der SPD Wildeshausen in den dortigen Stadtrat eingebracht worden. „Die jungen Ratsmitglieder der SPD aus dem Landkreis treffen sich regelmäßig“, erklärt auf Nachfrage der Ganderkeseer Ratsherr Marcel Dönike. Zusammen erarbeite man Anträge, die man dann mitunter in allen Gemeinden und dem Landkreis einbringe. Die Pfandringe, die unter anderem an den Bahnhöfen Ganderkesee und Bookholzberg angebracht wurden, seien ein Beispiel dafür.

Was stellt sich die SPD vor?

„Wichtig ist, dass jede Gemeinde für sich eine Lösung erarbeitet“, so Dönike. Diese solle und müsse dann aber mit den Nachbarkommunen abgestimmt werden. „Es macht ja keinen Sinn, wenn Ganderkesee zum Beispiel ein E-Carsharing in Hohenböken einrichtet und Hude macht das Gleiche ein paar Meter weiter in Langenberg auch.“ Daher mache sich die SPD für „interkommunale Lösungen“ stark, wie es im Antrag an Bürgermeisterin Alice Gerken heißt. Als Beispiele werden E-Carsharing (also die gemeinsame Nutzung von E-Autos) und Bikesharing (die gemeinsame Nutzung von Fahrrädern) genannt.

Muss Ganderkesee das Rad neu erfinden?

Nein. Sozialgenossenschaften gibt es deutschlandweit mehrere. Und das Niedersächsische Sozialministerium fördert die Gründung dieser Genossenschaften auch mit bis zu 6000 Euro.

Zudem gibt es für die Region Bremen/Oldenburg seit 2011 beispielsweise das Personal Mobility Center (PMC-Nordwest eG). Diese Sozialgenossenschaft „vermittelt und betreibt das ,System Elektromobilität’ mit E-Fahrzeugen der Mitglieder in Verbindung mit Stromspeichern und angepasster Ladeinfrastruktur in/an Gebäuden sowie auf Stell-/Parkplätzen“, so die Selbstbeschreibung auf der Internetseite. Eine Mitgliedschaft bei und eine Vorstellung der Arbeit der PMC sei laut SPD ebenfalls zu prüfen. Informationen zur Förderung von Sozialgenossenschaften durch das Land Niedersachsen gibt es beim zuständigen Ministerium.

Informationen zum „Personal Mobility Center“ gibt es ebenfalls im Internet.


     bit.ly/sozgen-nds 
     www.pmc-nordwest.de 
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Claus Arne Hock Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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