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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Der Bauernmarkt als Familien-Erlebnis

09.09.2019

Ganderkesee Shirley und Camelot of Greenfield waren die ersten, auf die viele Besucher des Bauernmarktes in Ganderkesee trafen. Die beiden schottischen Hochland-Rinder mit den klangvollen Namen hatten ihren mobilen Stall gleich in der Nähe des Eingangs zum Gelände des Raiffeisen-Marktes. Mit ihrem langen Fell und den spitzen Hörnern zogen Mutterkuh und Kalb die Blicke auf sich. Doch Streicheln war nicht angesagt: „Sie sind keine Streicheltiere, sondern sollen ihr Eigenleben behalten“, sagte Gerold Lintelmann, der die Rinder züchtet.

Rund 50 Hochlandrinder hält der Gärtnermeister auf Weiden in Adelheide und auf der Großen Höhe. „Das ist mein Hobby“, sagte er. Für ihren ersten Auftritt beim Bauernmarkt wurden Shirley und Camelot herausgeputzt, was bei den zotteligen Rindern viel Arbeit macht: Er habe sie gewaschen und geföhnt, berichtete Lintelmann. Der Delmenhorster gehörte zu den rund 35 Ausstellern, die am Sonntag regionale Waren präsentierten.

Kürbisse in allen Größen und Variationen durften dabei nicht fehlen. Manfred Brumund aus Tungeln hat im Frühjahr rund 12 000 Kürbispflanzen gesetzt. Mit der Ernte ist er zufrieden, auch wenn es gelegentlich zu viel Sonne und zu wenig Regen gab. Kürbisse bräuchten von oben Sonne und von unten Wasser, erläuterte er. „Sie sind im Großen und Ganzen gut gewachsen.“

Obwohl der Hof Moorschlatt einen großen Stand mit zahlreichen Kartoffelsorten aufgebaut hatte, wird dort noch nicht Bilanz der diesjährigen Kartoffelernte gezogen. Die Ernte gehe in den nächsten Wochen erst richtig los, sagte Heiko Moorschlatt. Noch sei es zu warm, um Kartoffeln einzukellern. Zumindest bei den Frühkartoffeln ließ sich aber bereits erkennen, dass sich die Trockenheit im Frühsommer bemerkbar gemacht hat. „Sie sind etwas kleiner gewachsen, aber sehr lecker“, sagte Moorschlatt.

Auch mit anderen Erzeugern konnten die Besucher des Bauernmarktes ins Gespräch kommen. Aus dem Alten Land waren Regina und Sven Hauschildt angereist. Die Äpfel ihres Obsthofs in Steinkirchen können Kunden in norddeutschen Raiffeisen-Märkten kaufen. In Ganderkesee berichteten Mutter und Sohn, wie sich der Klimawandel auf die Apfelbäume auswirkt. Außerdem beantworteten sie Fachfragen. „Manche fragen, warum ihre Zwetschen in diesem Jahr so klein sind“, nannte Regina Hauschildt ein Beispiel.

Auch das Landvolk, das zu den Organisatoren des Bauernmarktes gehörte, war mit einem großen Informationsstand vertreten. Allerdings glaubte Cord Wübbenhorst vom Ganderkeseer Vorstand nicht, dass die Besucher gekommen waren, um Fachgespräche über die Landwirtschaft zu führen. Stattdessen nutzten viele den Markt für einen unterhaltsamen Familienausflug. „Wir kommen jedes Jahr her“, sagte Stefanie Loerchner. „Es gibt viel für die Kinder und viel für die Erwachsenen.“ Zu den besonderen Attraktionen gehörte ein elektrischer Bulle. Zahlreiche Kinder versuchten, sich auf dem Rücken des Geräts zu halten, dessen Bewegungen nach und nach immer schneller wurden.

Auch die „Frünn van de ole Landmaschin“ aus dem Huder Ortsteil Vielstadt sind jedes Jahr dabei. Die Mitglieder fertigten kleine Heubunde an, die als herbstliche Dekoration gefragt waren. Außerdem nutzten Kinder und Erwachsene die Möglichkeit, eine Runde auf einem alten Trecker zu drehen.

Zu kaufen gab es nicht nur Lebensmittel: Zahlreiche Landfrauen boten Selbstgefertigtes an – die Auswahl umfasste herbstliche Gestecke, Schmuck, bunte Kissen, Karten und selbstgenähte Bauernhof-Tiere. Der Landfrauenverein Ganderkesee hatte außerdem ein langes Büfett mit etlichen Kuchen und Stuten aufgebaut.

An anderen Ständen gab es Gerichte, die nicht überall zu finden sind. Brot, das in einem Glas gebacken wurde und deshalb lange haltbar ist, bot der Hof Schwarting an. Auch Wild-Bratwurst und Gegrilltes aus Ochsenfleisch gehörten zum kulinarischen Angebot. Das Melkhus Bergedorf war ebenfalls dabei.

Antje Rickmeier Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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