• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Vorwürfe der Grünen sind inakzeptabel“

29.10.2019

Ganderkesee Die harsche Kritik des Ganderkeseer Grünen-Fraktionschefs Dr. Volker Schulz-Berendt an den Landwirten will Günter Westermann, CDU-Ratsherr und Landwirt, nicht auf sich und seinen Berufskollegen sitzen lassen. „Inakzeptabel“ seien die Vorwürfe, die Schulz-Berendt im Zusammenhang mit seiner Forderung nach einer Agrarwende Mitte Oktober geäußert hatte, sagte Westermann im Namen der CDU-Fraktion. „Viele Berufskollegen sind sehr angefasst wegen der Wortwahl. Die pauschale Verurteilung des Berufsstandes ist nicht hinnehmbar.“

Der Grünen-Politiker hatte den Landwirten unter anderem „eine unglaubliche Ignoranz“ der von ihnen zu verantwortenden Umweltschäden vorgeworfen und die Klima-Aktivistin Greta Thunberg zitiert mit dem anklagenden Satz: „Wie könnt Ihr es wagen?!“ Westermann kritisiert nun im Gegenzug, dass Schulz-Berendt Gespräche einfordere, sich selber aber der Zusammenarbeit – zum Beispiel im Arbeitskreis für die geplante Flurbereinigung – strikt verweigere. Und im Ganderkeseer Arbeitskreis Naturschutz seien die Grünen nur selten anwesend.

Auch inhaltlich sieht der CDU-Ratsherr und stellvertretende Bürgermeister die Landwirte zu Unrecht in dieser Weise attackiert. Die heutige Kulturlandschaft sei erst durch Landwirte geschaffen worden, betonte Westermann und verdeutlichte dies an der eigenen Familiengeschichte. „Meinen Vorfahren wurde 1830 der Havekoster Sand zugesprochen mit der Auflage zur Aufforstung.“ Auf diese Weise sei damals der Verkarstung der Landschaft entgegenwirkt worden – das sei nur mit Hilfe der Bauern möglich gewesen. Heute, so Westermann, sei dort, wo einst Wanderdünen durchzogen, Wald – und darunter sauberes Grundwasser.

Wie viele seiner Berufskollegen stellt auch Günter Westermann die erneute Verschärfung der Düngeverordnung nur zwei Jahre nach der vorherigen Reform in Frage: „Das kommt so kurzfristig, da kann man als Landwirt doch gar nicht mehr planen.“ Zudem müsse die Belastung des Grundwassers über einen viel längeren Zeitraum beobachtet werden, um mögliche Veränderungen einordnen zu können. Ungerecht findet der CDU-Politiker in diesem Zusammenhang, dass die Nitrateinträge allein der Landwirtschaft angerechnet würden.

Dass es den Klimawandel gibt und die Landwirtschaft ihren Beitrag leisten müsse, um ihn aufzuhalten, ist für Westermann unbestritten. „Aber dafür muss man mit uns Landwirten reden und nicht über unsere Köpfe hinweg entscheiden“, forderte er.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
04222 8077 2741
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.