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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Damit kein Auge trocken bleibt

24.08.2019

Ganderkesee „Schreiben Sie bloß nichts von Behandlung“, bittet Rolf Wessels. Behandeln ist Sache der Ärzte. Wessels hingegen ist Augenoptikermeister. Und er ist Optometrist, wie auch sein Sohn Stephan: In ihrem Optikergeschäft an der Rathausstraße in Ganderkesee nimmt die Optometrie eine immer größere Rolle ein. Dabei handelt es sich um gesundheitliche Dienstleistungen rund ums Auge – nur eben keine Behandlungen.

Optiker und Optometristen wie Wessels wollen den Augenärzten keine Konkurrenz machen. „Sobald wir Auffälligkeiten feststellen, schicken wir die Leute zum Facharzt“, erklärt der 69-jährige Seniorchef. „Aber wir können die Praxen entlasten.“ Es gebe zu wenige Augenärzte, die meisten Praxen seien überfüllt.

Die Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung lässt für den Bereich des Landkreises Oldenburg nur sechs Augenärzte zu – eine Praxis befindet sich in Ganderkesee, übrigens direkt über dem Optikergeschäft in der Rathausstraße. Und an Wochenenden müssen Patienten mit Augenleiden teilweise Strecken von mehr als 100 Kilometern auf sich nehmen, um einen augenärztlichen Notdienst zu erreichen.

Auch vor diesem Hintergrund werden optometrische Dienste gern in Anspruch genommen. „Es ist eine Versorgungslücke entstanden“, sagt Stephan Wessels, „wir können manches abdecken.“ Nicht allen Augenärzten gefalle das, „aber die meisten sind aufgeschlossen“, meint der 38-Jährige.

Für Geräte zur Messung des Augeninnendrucks oder für fotografische Untersuchungen der Netzhaut haben Vater und Sohn Wessels, die noch drei Optikergesellen beschäftigen, in den vergangenen Jahren kräftig investiert. Ganz neu ist der „Tear Stim“, ein Gerät, mit dem sich Augentrockenheit beheben lässt. 25 000 Euro hat es gekostet. Laut Rolf Wessels wurden deutschlandweit bisher nur zwei Exemplare an Optiker ausgeliefert – eines in Rostock und das in Ganderkesee.

„Trockene Augen werden zunehmend zu einer Volkskrankheit“, weiß Rolf Wessels. Verantwortlich seien vor allem Klimaanlagen im Sommer und Heizungsanlagen im Winter. Durch Lichtimpulse, die unterhalb des Auges gesetzt werden, lassen sich mit dem „Tear Stim“ die sogenannten Meibomschen Drüsen stimulieren, die für die Produktion des Tränenfilms wesentlich sind. Damit können Optometristen vielen Menschen helfen – ohne sie zu „behandeln“.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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