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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Das war das Jahr 2018 in Ganderkesee

31.12.2018

Ganderkesee 2018 war vor allem eines: heiß und trocken. Aber nicht nur der Dürresommer beschäftigte die Menschen in der Gemeinde Ganderkesee. Vieles wurde angestoßen, anderes beendet. Manches sorgte für große Freude, manches verursachte Ärger und Verdruss. Die NWZ gibt einen Überblick über das, was 2018 passiert ist.

Gestartet

Immer wieder liefen Anlieger Sturm gegen die Planung neuer Baugebiete. In Ganderkesee sind südlich der Oldenburger Straße, am Brüninger Weg und an der Westtangente, wo weiteres Gewerbe angesiedelt werden soll, bereits die Bagger angerückt – genau wie am Bargup in Bookholzberg. In Altengraben und am Heuweg in Heide richtet sich der Protest noch gegen Pläne für neue Baugebiete.

Völlig einvernehmlich ist unterdessen die Städtepartnerschaft Ganderkesees mit dem polnischen Pułtusk geschlossen worden. Im September war eine Delegation, angeführt von Bürgermeisterin Alice Gerken, in Polen, um die Partnerschaftsverträge zu unterzeichnen.

Auf den Weg gebracht hat die Gemeinde auch ihr größtes Bauprojekt seit dem Rathaus-Neubau: Im September begann der Umbau des Freibades, in den bis 2020 rund 8,7 Millionen Euro fließen sollen. Als letzte Badegäste vor der eineinhalbjährigen Schließung durften am 2. September mehrere hundert Vierbeiner und ihre Besitzer das kühle Nass genießen – beim ersten Ganderkeseer Hundeschwimmen. Insgesamt fuhr das Bad einen Saisonrekord ein: Mit 85 664 Badegästen kamen mehr als doppelt so viele wie 2017.

Auf regen Zulauf hoffen auch die Malteser, die im September in Ganderkesee ihre vierte Gliederung im Landkreis Oldenburg gründeten und eine Dienststelle an der Robert-Bosch-Straße eröffneten. Das im Januar gestartete monatliche Repair-Café hat sich über das Jahr fest in Ganderkesee etabliert.

Geendet

Endlich umgesetzt wurde der lang ersehnte Umbau des des Neuen Markts. Fünf Monate dauerten die Bauarbeiten, die mit rund 500 000 Euro zu Buche schlugen. Eine Menge Geld nahm die Gemeinde auch in die Hand, um die marode Brücke über die Kleine Delme in Wiggersloh zu ersetzen: 380 000 Euro kostete der Neubau, der im August nach ebenfalls fünf Monaten Bauzeit eingeweiht wurde.

Zu hohe Kosten waren es, die dem Ganderkeseer Tennisverein in den vergangenen Jahren das Leben schwer gemacht hatten. Zum Jahresende musste der Verein nach 46 Jahren seinen Betrieb auf der Anlage am Schlutterweg einstellen. Ein Fall für den Insolvenzverwalter wurde auch der Jugendhof Steinkimmen: Die zuletzt 34 Mitarbeiter der Betreibergesellschaft Viasol sind anderweitig untergekommen, für die Immobilie wird nach einem Investor gesucht.

Auch ganz persönlich bedeutete das Jahr für einige Menschen das Ende eines Lebensabschnitts: Nach 27 Jahren in der ev.-luth. Kirchengemeinde Ganderkesee, davon zuletzt elf Jahre in Stenum, wurde im Mai Pastor Eckhard Dreyer in den Ruhestand verabschiedet, nach 41 Jahren hat sich Harald Meyer aus der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Meyer Technik zurückgezogen und Dirk Wieting gab zum Jahresende nach knapp sieben Jahren seinen Posten als Plattdeutsch-Beauftragter der Gemeinde ab.

Gefeiert

Die regioVHS Ganderkesee-Hude wurde 50, das Wichernstift 70 Jahre alt. Deutlich jünger waren indes die jungen Filmemacher, die mit der „Niedersachsen Filmklappe“ ausgezeichnet wurden: 16 Schüler, größtenteils aus der Schule Habbrügger Weg, wurden für ihren Kurzfilm geehrt, der im Rahmen der Plattdüütschen Week 2016 entstanden war. Abgeräumt haben auch Schüler der Oberschule Bookholzberg: Mit ihrem Wetterballon-Projekt gewannen sie einen mit 3000 Euro dotierten Schülerwettbewerb von Airbus. Auch das Regionale Umweltzentrum (RUZ) Hollen wurde wieder ausgezeichnet: Im April durften Vertreter des RUZ in Berlin den Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung entgegennehmen.

Im September wurde in Ganderkesee eine echte Adelshochzeit gefeiert: In der St. Cyprian- und Corneliuskirche gaben die Huderin Greta von Witzleben und William Verpoorten, Sohn eines Bonner Eierlikörfabrikanten, einander das (kirchliche) Ja-Wort.

Gewütet

Zahlreiche Brände forderten die Freiwilligen Feuerwehren. Zu den größeren Einsätzen gehörten im Oktober ein Dachstuhlbrand in Hohenböken sowie im Dezember ein Gebäudebrand in Falkenburg, bei dem Hündin Feely zur Lebensretterin wurde und „ihre“ Menschen rechtzeitig weckte.

Geehrt

Im Ganderkeseer Rathaus fand im März ein Festakt zu Ehren des Ganderkeseer Komponisten Hans-Joachim Hespos statt, der 80 Jahre alt wurde. Nur wenige Tage später nahm der aus Schierbrok stammende Mediziner Prof. Dr. Eicke Latz in Berlin den Leibniz-Preis entgegen. Er erforscht an der Universität Bonn die angeborene Immunabwehr. Seit Kurzem hat die Gemeinde zudem eine weitere Trägerin des Bundesverdienstkreuzes: Heide Heidmann wurde für ihr weit über 40-jähriges Engagement bei der Arbeiterwohlfahrt und für Geflüchtete ausgezeichnet.

Geärgert

Für einen großen Polizeieinsatz sorgten an Himmelfahrt Krawalle am Rande einer Vatertagsfeier in Hoykenkamp. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) kündigte harte Konsequenzen gegen die Beteiligten an.

Über nicht oder zu spät zugestellte Briefe ärgerten sich im Sommer wochenlang Bürger in Bookholzberg und Hohenböken. Die Post begründete die Zustellprobleme mit Personalproblemen.

Für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren stellten indes Gaffer ein großes Ärgernis dar: Bei einer Unfallserie auf der A 28 erschwerten im Oktober fotografierende Autofahrer die Rettungseinsätze.

Gelockt

Zahlreiche Veranstaltungen lockten die Ganderkeseer, darunter einige Großveranstaltungen – allen voran Büttenabende und Faschingsumzug. Am Fasching um den Ring nahmen rund 3600 Faschingsaktive teil, zigtausend Besucher säumten die Umzugsstrecke.

Verdoppelt hat sich das Teilnehmerfeld beim Hindernislauf „Immer extrem“: An der zweiten Auflage nahmen 800 Starter teil. Auch das Bobbycar-Rennen in Bookholzberg lockte mehr Teilnehmer und Zuschauer als im Jahr davor. Besonderes Highlight: Ein TV-Team des Privatsenders „ProSiebenMaxx“ drehte für eine neue Show, die im Dezember ausgestrahlt wurde.

Premiere hatte das Rock’n’Roll-Festival auf dem Flugplatz: Allein das Abendprogramm mit der Showband „The Rascals“ zog mehr als 800 Gäste an. Zum ersten Mal fand im August zudem das Straßenfest „Ganderkesee interkulturell“ statt. Die Resonanz überstieg alle Erwartungen der Organisatoren.

Gedauert

Viel Geduld wurde und wird den Mitgliedern des THW Hude-Bookholzberg abverlangt: Nach dem ersten Spatenstich für den Neubau der Helfer in Bookholzberg im April ist nicht mehr viel passiert. Die Fertigstellung wurde von Ende 2019 auf Anfang 2021 verschoben.

Auch in Sachen Dokumentationszentrum Freilichtbühne Bookholzberg (IDZ) ging es nicht wirklich voran: Die Sanierung des vorgesehenen Gebäudes behindert der Denkmalschutz.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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Claus Arne Hock Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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