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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Altbewährtes für den Klimaschutz wiederentdeckt

15.10.2019

Ganderkesee Muss Klimaschutz weh tun? Nein, sagt Jürgen Lüdtke vom Seniorenbeirat der Gemeinde Ganderkesee und lädt zum Besuch des fünften Seniorentags am Sonntag, 3. November, 13 bis 17 Uhr, ein. Im und vorm Ganderkeseer Rathaus können sich dann bei freiem Eintritt nämlich nicht nur Ältere unter dem Motto „Nachhaltiges Leben und Wohnen“ ein Bild davon machen, dass früher nicht alles schlechter war – und daraus ihre Lehren ziehen für ein eigenes, deutlich klimafreundlicheres Handeln.

Blick auf Klimaschutz

„Das Thema Klimaschutz ist in aller Munde, es wird täglich über Plastikmüll, nachhaltige Produktion von Kleidung und über gesundes Essen berichtet“, sagt Lüdtke und erklärt: „Früher gab es keine Plastikartikel, keine Wegwerftüten. Und auch kein unnötig verpacktes Obst und Gemüse“.

Aus freien Stücken die Nachfrage nach ressourcenintensiven Gütern zu reduzieren, das sei auch nicht nötig gewesen, gibt der Seniorenbeiratschef den heutigen „Wirtschaftswunderenkeln“ mit auf den Weg. Der Grund: „Es gab ja nach dem Krieg nicht so viel zu kaufen, vieles musste repariert, umgeändert oder selbst hergestellt werden“ erinnert Erika Lisson. Anstelle von zu jeder Jahreszeit verfügbarem Gemüse und Fleisch wurde saisonal eingekocht und zu Hause geschlachtet, oder es wurden Lebensmittel in Gemeinschaftskühlhäusern eingelagert.

Verkaufsoffener Sonntag

Am Sonntag, 3. November, öffnen auch die Ganderkeseer Kaufleute im Ort von 12 bis 17 Uhr ihre Türen.

Beim jährlichen Ganter-Tach, der wieder parallel zum alle zwei Jahre stattfindenden Seniorentag läuft, präsentieren sich entlang der Rathausstraße zudem wieder viele Vereine, Organisationen und Gewerbetreibende. Am verkaufsoffenen Sonntag locken die Kaufleute mit Schnäppchen.

Zu dieser „mageren Zeit“ wollen natürlich auch die Gastgeber des Seniorentags nicht zurück. Einen Anlass, über Verschwendung und Alternativen zu klimaschädlichem Handeln nachzudenken, soll der Seniorentag den Besuchern aller Altersgruppen allerdings schon bieten, betont Lisson.

Wie lebten wir früher?

Anhand von Exponaten aus der Heimatstube des Ganderkeseer Orts- und Heimatvereins sollen am Seniorentag im großen Sitzungssaal des Rathauses frühere Lebensweisen und Produktionsarten vorgestellt werden. Dann wird sicher auch sichtbar, dass moderne Trends und Schlagworte wie „Upcycling“, „Ressourcenschonung“ oder „nachhaltiges Wirtschaften“ längst schon mal da waren, nur unter anderen Namen und aus anderen Gründen.

„Wir alle können unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten, das ist nicht schwer“, betont Lisson. Zum Beweis hebt die 73-Jährige ihren Weiden-Einkaufskorb hoch. Lisson: „Das gute Stück ist 50 Jahre alt, funktioniert noch immer, ich habe es damals im Urlaub in Jugoslawien zusammen mit einem Korbflechter selbst gefertigt.“ Allerdings müssten Bürger, um das Klima zu schonen, nicht selbst zu Produzenten werden, wendet Lüdtke ein.

Plastikfreier Haushalt

„Wie haben Hausfrauen früher Wäsche getrocknet?“, fragt er. Ohne Wäscheleine und -klammern aus Plastik, dafür mit Naturmaterialien wie Sisalseil und Holzklammern, gibt er sich selbst die Antwort. Und auch der Verzicht auf Einweg-Plastikflaschen zugunsten von Mehrwegglasprodukten schone die Umwelt, führt der Seniorenbeiratschef an. Der Blick auf den Konsum, so Marion Brandt von TSV Ganderkesee, sei aber nur ein Aspekt der Nachhaltigkeits-Diskussion. „Auch an den Körper sollte man dabei denken“, rät sie. Denn wo Präventionssport für die Gesundheit sorge, gebe es später kein Wehklagen über den schmerzenden Rücken oder die Gelenke. Darum werde der TSV seine Gesundheitssportangebote vorstellen.

Mit im Boot des Seniorentags ist neben vielen weiteren Organisationen und Vereinen auch der Sozialverband Deutschland, verrät der Ganderkeseer SoVD-Schriftwart Rüdiger Laudien. Zudem stehen Mitglieder des Arbeitskreises der Selbsthilfe- und Initiativgruppen der Gemeinde Ganderkesee (ASG) ebenso für Fragen bereit, wie der Präventionsrat und die Polizei.

Mal aufs Auto verzichten

Für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) macht der Bürgerbus vor dem Rathaus exemplarisch Station. Zu den Ausstellern gesellen sich unter anderem auch die Ehrenamtlichen der Tafel. Gegen Essensverschwendung setzt sich „Foodsharing“ ein.

Das Freiwilligenforum „Mach mit“ stellt Möglichkeiten vor, wie Ältere im Ehrenamt eine Aufgabe finden. Das Repair-Café wirbt für den Kampf gegen die Wegwerfmentalität. Und der Tauschring bietet Alternativen zum Neukauf von Artikeln.

Breiten Raum nehmen diesmal die Malteser ein. Ihre Drohnengruppe führt vor, wie Rettungsaufklärung aus der Luft erfolgt. Im Rathaus werben die Helfer dann für ihre Angebote und stellen dabei auch ihre Erste-Hilfe-Kurse anschaulich vor.

Thorsten Konkel Redakteur, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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