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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Tennet informiert nah an der Baustelle

18.06.2019

Ganderkesee Wer südlich von Ganderkesee eine leerstehende landwirtschaftliche Nutz- oder Lagerhalle besitzt, könnte kurzfristig einen Mieter dafür finden – sofern das Gebäude nicht allzuweit von der Stromtrasse Ganderkesee-St. Hülfe entfernt liegt. Denn der Netzbetreiber Tennet, der die gut 60 Kilometer lange Höchstspannungsleitung derzeit baut, sucht einen Standort für sein künftiges Erdkabelinfozentrum (EKIZ).

Bislang steht das EKIZ noch in Dankern im Emsland, wo Tennet bereits eine Erdkabel-Pilotstrecke gebaut hat. Geplant ist nun die Verlagerung nach Ganderkesee, wo das nächste Pilotprojekt mit Erdkabeltechnologie in Kürze beginnt. An der Trasse Ganderkesee-St. Hülfe wird seit Ende 2017 gebaut, zunächst aber nur im Bereich der Freileitungsabschnitte – unter anderem mittlerweile auch in der Samtgemeinde Harpstedt. Mit dem ersten Bauabschnitt auf Ganderkeseer Gebiet, der zwei Erdkabelabschnitte von 3,8 und 3,1 Kilometern Länge sowie dazwischen eine 1,5 Kilometer lange Freileitung mit zwei großen Kabelübergangsanlagen vorsieht, möchte Tennet möglichst noch Ende dieses Jahres starten.

Tennet weiter mit Eigentümern im Dialog

Schwierig gestalten sich weiterhin die Bauvorbereitungen für die Stromtrasse Ganderkesee-St. Hülfe. Manche Eigentümer sträuben sich gegen die Baugrunduntersuchungen. Auch die Entschädigungsfrage ist nach wie vor ungeklärt: Während der Netzbetreiber Tennet einmalige Zahlungen anbietet, pochen Landvolkverbände auf jährliche Leistungen.

„Wir verstehen die Belange der Eigentümer und nehmen sie ernst“, betont Tennet-Sprecher Mathias Fischer. Er weist auf die „deutliche Erhöhung der Entschädigungszahlungen“ im Zuge der Novelle des Netzausbaubeschleunigungsgesetztes vom Mai hin. „Flächeneigentümer profitieren finanziell besonders dann“, so Fischer, „wenn sie sich frühzeitig einbringen“.

Bis dahin soll auch das Infozentrum eingerichtet sein. „Wir führen derzeit Gespräche mit potenziellen Vermietern und sichten die Möglichkeiten vor Ort“, sagte Tennet-Pressesprecher Mathias Fischer. Der Standort müsse „leitungsnah“ sein und sollte in einem Bereich liegen, wo Erdkabel, Übergangsanlage und Freileitung gleichermaßen vorhanden sind. Gesucht werde eine Halle „südlich von Ganderkesee“, so Fischer, das könnte angesichts der Anforderungen aber auch jenseits der Gemeindegrenze auf Harpstedter Gebiet sein.

Das EKIZ solle nicht nur ein Infozentrum für alle an Energiewende und Netzausbau Interessierten sein, erklärte der Tennet-Sprecher, „sondern auch Begegnungsplattform für Eigentümer, Pächter und Nachbarn der Leitungstrasse.“ Das Infozentrum im Emsland sei von rund 1000 Gästen besucht worden, laut Fischer ein großer Erfolg.

Geboten wird den Besuchern „ein Mix aus Information, Technologie zum Anfassen und Blick hinter die Kulissen.“ Ein typischer Ablauf zur Bauvorbereitung werde dargestellt, verschiedene Exponate zum Leitungsbau seien zu sehen und auch die Freileitung werde thematisiert. Geöffnet wird das EKIZ nur nach Absprache. Gruppen wie Einzelinteressenten können sich für Führungen anmelden. Ein Bürgerreferent übernimmt die Koordination vor Ort.


Infos unter   bit.ly/erdkabel-info 
Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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