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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Und plötzlich sind sie Firmenchefs

20.09.2018

Ganderkesee Hinter Heiko Timmermann und Rolf Heitmann liegen anstrengende Wochen. Und voraussichtlich wird ihre Arbeitswoche vorerst auch weiterhin von Montag bis Sonntag dauern – aber das ist ihnen ihr gemeinsames Projekt wert: Seit dem 4. September sind die beiden Tischlermeister Unternehmer. Als „H&T Tischlerei Team“ haben sie an der Güterstraße 14 in Ganderkesee den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt.

Langjährige Kollegen

Beide hatten zuvor in der Ende August geschlossenen Tischlerei Reisch gearbeitet. Heiko Timmermann (53) war 37 Jahre im Unternehmen, Rolf Heitmann (52) 30 Jahre. „Wir hätten die Tischlerei gerne weitergeführt“, sagt Timmermann über seinen einstigen Ausbildungsbetrieb. Doch man habe nicht zusammengefunden.

Da traf es sich gut, dass Tischlermeister Wolfgang Orwat, der seine Räume an der Güterstraße vor zwei Jahren an einen Nachfolger übergeben hatte, einen neuen Pächter suchte. In Orwat, früherer Obermeister der Tischlerinnung Delmenhorst/Oldenburg-Land, fanden Timmermann und Heitmann schließlich nicht nur einen Verpächter, sondern auch einen Berater mit besten Kontakten in der Branche.

Zum „H&T Tischlerei Team“ gehört außerdem Adam Skowronek, ebenfalls Tischlermeister und ehemaliger Kollege der beiden Gesellschafter. „Er kümmert sich vor allem um den Baubereich“, erklärt Timmermann. Den Bau von Fenstern und Türen will das Team genauso abdecken wie die Möbeltischlerei und den individuellen Innenausbau. Die technischen Möglichkeiten sind gegeben. „Wir waren sehr angetan von der großzügigen Werkstatt und vom Maschinenpark“, erinnert sich Timmermann an den ersten Besuch an der Güterstraße.

Kurze Vorlaufzeit

Anfang August wurde die Übernahme der Werkstatt konkret. Nun galt es für Timmermann und Heitmann, das Büro einzurichten, Fahrzeuge anzuschaffen, Fördermöglichkeiten auszuloten und Behördengänge zu erledigen. Parallel erfüllten alle drei Tischlermeister noch bis zur Betriebsschließung ihre Pflichten bei ihrem vorherigen Arbeitgeber.

Auch wenn sie sich einen weniger abrupten Übergang und vor allem mehr Zeit für den Aufbau der Selbstständigkeit gewünscht hätten – bereut haben Timmermann und Heitmann ihren Schritt bislang nicht. „Es ist zwar anstrengend, aber es macht auch Spaß, weil man es für sich macht“, sagt Timmermann. Enorm erleichtert werde die Startphase dadurch, dass „die Familien mitziehen“. Auch die Ehefrauen brächten sich nach Feierabend in den neuen Betrieb ein.

Gute Auftragslage

„Und auch überall dort, wo wir uns vorstellen, wird uns Unterstützung angeboten“, so der Falkenburger. Die Auftragslage sei bereits gut und mit lokalen Mitbewerbern hätten erste Gespräche stattgefunden. Bei bestimmten Arbeiten, etwa im CNC-Bereich, wolle man kooperieren.

Innerhalb des Tischlerei-Teams besteht Einigkeit darüber, dass der Betrieb personell wachsen soll. Auch ausbilden wollen Timmermann und Heitmann ab dem kommenden Jahr. Aus den eigenen Reihen könnte eines Tages ebenfalls Verstärkung kommen: Timmermanns 20 Jahre alter Sohn Jan tritt in die Fußstapfen des Vaters – er absolviert derzeit eine Ausbildung zum Tischler.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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