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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Lange vor Greta ans Klima gedacht

20.09.2019

Ganderkesee Klimaschutz ist derzeit in aller Munde. In Ganderkesee wurde darüber aber viele Jahre vor „Fridays for Future“ nicht nur nachgedacht, sondern auch aktiv gehandelt: „Prima Klima“ ist bereits seit 2007 ein Aktionsbündnis für Klimaschutz und Umweltschutz.

Mehr als zehn Mitglieder hatte die Gruppe nie, aber Sprecher Hanns-Peter Iber war sich sicher: „Das Klimaschutzkonzept der Gemeinde geht auf uns zurück.“

Von Vereinen gegründet

Gegründet wurde das Aktionsbündnis von Hartmut Lammert aus dem Ganderkeseer Orts- und Heimatverein heraus, zusammen mit dem Fuhrenkamp Schutzverein, Agendaverein und der regioVHS. „Wir wollen Menschen für Klimaprobleme sensibilisieren“, fasste Iber die Arbeit der Gruppe zusammen, die in den letzten Jahren nicht nur prominente Sprecher zu Vorträgen eingeladen, sondern auch Ausstellungen und Marktstände organisiert hat.

Seit letztem Jahr ist Iber zusammen mit Dr. Jürgen Warrelmann Sprecher von „Prima Klima“. Das Thema Klimaschutz hält der 71-jährige auch privat für sehr wichtig: Bereits 1993 baute er in Ganderkesee ein Lehmhaus.

„Ohne künstliche Isolierstoffe, Styropor oder Kleber“, erklärte er. Im Laufe der Jahre wurde das umweltfreundliche Eigenheim um Grasdächer und Solar- wie auch Regenwasseranlagen erweitert. Trotzdem gibt Iber sich bescheiden: „Vor ,Prima Klima’ war ich nicht aktiv im Klimaschutz tätig“, sagte er. Lediglich die Organisation Greenpeace unterstütze er seit langer Zeit.

Fridays for Future – Wer, Was, Wann, Wo?

An diesem Freitag, 20. September, lädt die Bewegung „Fridays for Future“ weltweit erneut zu Demonstrationen für den Klimaschutz auf.

Aus Ganderkesee wollen die Gruppen „Parents for Future“, „Ganderkesee for Future“ sowie das Aktionsbündnis „Prima Klima“ zusammen mit engagierten Bürgern an der Demonstration in Delmenhorst um 11.30 Uhr teilnehmen.

Um 10.45 Uhr treffen sich alle Ganderkeseer Teilnehmer auf dem Marktplatz an der Rathausstraße, um von dort aus mit dem Rad oder der Nordwestbahn nach Delmenhorst zu fahren (Fahrtkosten sind selber zu entrichten). Dort treffen sich dann alle, um als geschlossene Gruppe an der Demonstration teilzunehmen.

Unterstützt wird die Demonstration in Delmenhorst auch von der Gruppe Delmenhorst-Ganderkesee des Kinderhilfswerks Terre des hommes. „Bei uns steht die Uhr auf fünf vor zwölf, für viele Kinder überall auf der Welt ist es jedoch bereits nach zwölf“, sagte die Sprecherin der Gruppe, Regina Hewer. Die Mitglieder wollen deshalb am Freitag in Delmenhorst zugegen sein.

Indirekt beteiligen am Aufruf zum Klimastreik will sich der Bio-Großhandel Kornkraft. An diesem Freitag schließt die Kette ihre Filialen von 12 bis 14 Uhr, um mit den Mitarbeitern zusammen eine Informationsveranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit und Klima durchzuführen.

  Mehr Infos zum Klimastreik:  www.fridaysforfuture.de

Mit Fahrrad statt Auto

Das eigene Auto lässt Iber an vielen Tagen der Woche stehen, zugunsten des Fahrrads. „So gut es eben geht.“ In seiner Freizeit engagiert sich der pensionierte Leiter einer Grundschule in Delmenhorst nicht nur fürs Klima, sondern hilft auch Migranten an seiner alten Schule beim Deutschlernen. Seine Mitmenschen für den Umweltschutz zu interessieren, sei dagegen schwierig. „Es ist wichtig, vor allem ältere Leute zu motivieren“, so Iber. „Nur zu sagen, dass die Lage schlimm ist, hilft nicht weiter.“

Das Handeln seiner eigenen Generation sieht er kritisch. „Wir wollten das alles nicht wahrhaben. Viel wurde geredet, keiner hat was gemacht.“ Der Vorrang von Wirtschaftswachstum gegenüber Umweltschutz sei bis heute ein Problem.

„Da ist auch viel Populismus dabei“, sagte Iber und meint damit unter anderem den stillen Verlust von Arbeitsplätzen in der Windkraft oder im Photovoltaikbereich, während bei jeder Zechenschließung Arbeitsplätze ein Thema gewesen seien.

Neue Vorträge geplant

Mit der Arbeit von „Prima Klima“ zeigte sich er sich zufrieden. „Wir warten darauf, einen Termin mit Prof. Dr. Antje Boetius vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie Bremen zu bekommen“, verriet Iber zu einen Vortrag im neuen Jahr. Für Dienstag, 19. November, ist bereits Professor Henning Austmann aus Hannover mit dem Vortrag „Global denken, lokal handeln“ eingeladen.

Hanns-Peter Iber will am heutigen Freitag zusammen mit anderen Ganderkeseern nach Delmenhorst zur „Fridays for Future“ Demonstration fahren. „Ich hoffe, dass ein paar Leute mitkommen“, sagte er, „das wäre doch was.“

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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