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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Weihnachtsgeschäft: Gutscheine und Bücher in letzter Minute

27.12.2018

Ganderkesee Heiligabend – das heißt für die meisten Menschen: Freizeit, Familie, Festvorbereitung. Aber nicht für alle, manche müssen noch arbeiten. Zum Beispiel Kaufleute wie Heimke Eggert. „Aber ich arbeite gern an Heiligabend“, sagt die Inhaberin des gleichnamigen Modegeschäfts in Ganderkesee. „Die Kunden sind alle gut drauf, sie strahlen so eine positive Stimmung aus.“

Und sie sorgen noch einmal für Umsatz, auch am letzten Tag vor Weihnachten. „Heiligabend ist der Tag für Gutscheine“, weiß Heimke Eggert. Viele Kunden suchen nach einem Geschenk in letzter Minute, wollen aber bei Größe und Geschmack auf Nummer Sicher gehen – darum kaufen sie lieber Gutscheine, damit die Beschenkten nach Weihnachten selber das Passende für sich aussuchen können. „Aber ein richtiges Weihnachtsgeschäft“, so Eggert, „kennen wir bei uns eigentlich nicht.“

Nicht wie vor 20 Jahren

Das empfindet auch Jens Stöber so. „Das Weihnachtsgeschäft, wie es vor 20 Jahren mal war, gibt es nicht mehr“, sagt der Ganderkeseer, der sein Geschäft für Bürobedarf sowie Schreib- und Spielwaren am Ring eher als Ganz-Jahres-Betrieb für die Ortsversorgung betrachtet. „Was ich in den ersten zehn Monaten nicht verkauft habe, werde ich auch im Weihnachtsgeschäft nicht mehr los“, meint Stöber. Das gelte selbst für klassische Weihnachtsgeschenke wie Spielwaren – wobei es immer wieder besondere „Renner“ gebe. Bei ihm ist es zurzeit Gravitrax, ein Konstruktionsspiel für Kugelbahnen. Aber auch Heimatliteratur verkaufe sich in den letzten Tagen vor dem Fest besonders gut, betont Stöber und greift zum aktuellen Buch von Werner Lüdeke und Hermann Speckmann: Die „Geschichten, Sagen, Lieder und Gedichte aus der Gemeinde Ganderkesee“ liegen bei Stöber ganz vorne an der Tür, wo sie den Kunden sofort ins Auge fallen.

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Eine Stunde Hochbetrieb

Bücher gehen immer auf den letzten Drücker, das weiß auch Gustav Förster. „An Heiligabend zwischen 11 und 12 Uhr ist bei uns normalerweise noch mal Hochbetrieb“, erzählt der Ganderkeseer Buchhändler. Aber ein mehrwöchiges Weihnachtsgeschäft, so wie es früher lief, kennt auch er nicht mehr. „In diesem Jahr ging es ohnehin noch später los als sonst.“ Förster fehlt vor allem der Mitnahmeeffekt: „Der schnelle Griff zum Buch passiert woanders“, bedauert er. Taschenbücher von der Stange gebe es mittlerweile in den meisten Supermärkten neben der Kasse. Das wirke sich für den Buchhandel nachteilig aus, so Förster. Und in Ganderkesee werde das Problem noch dadurch verschärft, dass die Verbindung von den Märkten zu den Einzelhändlern in der Rathausstraße nicht gegeben sei.

„Die Laufkundschaft fehlt“, das bestätigt Renate Drieling, Inhaberin der Jeans-Scheune in der Rathausstraße. Das erschwere einen stabilen Trend beim Weihnachtsgeschäft. „Aber wir sind zufrieden“, sagt Drieling, die sich besonders vom Kundenansturm am Vormittag des Heiligabend „positiv überrascht“ zeigt.

Viele Last-Minute-Käufer

Ähnlich erlebte es Anke Hinderlich im „Platzhirsch“: Zwischen 9.30 und 11.30 Uhr brummte am Montag ihr Geschäft für exklusive Möbel, Wohnaccessoires, Dekorationen und Geschenke gegenüber vom Marktplatz noch einmal so richtig: „Gut, dass wir zu zweit waren“, so Hinderlich, „viele Kunden suchten noch nach Last-Minute-Geschenken.“ Bei ihr sei aber schon der November gut gelaufen, betont sie. Es gab also hier und da noch ein richtiges Weihnachtsgeschäft – auch in Ganderkesee.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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