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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wann wird’s mal wieder richtig Winter?

15.01.2020

Ganderkesee Rudi Carrells Schlager von 1975 ist unvergessen: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ Mittlerweile jedoch muss der Titel umgeschrieben werden: Wann wird’s mal wieder richtig Winter?! Wer über 50 ist, erinnert sich vielleicht: an Schlittschuhlaufen Tag für Tag, weil Teiche und Gräben ganz natürlich wochenlang zugefroren blieben, und an Rodelfahrten über verschneite Wege auf Schlitten, die hinterm Trecker zusammengebunden waren. Das war damals auch schon nicht erlaubt, funktionierte aber, weil es viel weniger Verkehr gab – und viel mehr Schnee!

Erst einmal Winterdienst

In diesem Winter hingegen mussten die Mitarbeiter des Ganderkeseer Bauhofs erst ein einziges Mal zum frühmorgendlichen Streuen ausrücken – am 29. Dezember war das. Uwe Nordhausen, Geschäftsführer des Zweckverbandes Kommunalservice Nordwest, kann sich nicht erinnern, dass jemals der Winterdienst bis Mitte Januar so selten gefordert war. „Normalerweise haben wir im Durchschnitt 30 Einsätze pro Saison. Aber“, meint Nordhausen, „das kann ja noch kommen.“ Er hört sich aber so an, als glaube er selber nicht daran.

NWZ sucht die schönsten Winterbilder aus Ganderkesee

Wenn der Winter nicht kommen will, holen wir uns die Bilder eben aus früheren Jahren: Die „Zeitung für Ganderkesee“ ruft ihre Leserinnen und Leser auf, in ihren Fotoalben oder Bilderdateien nach schönen winterlichen Impressionen zu suchen und diese an die Redaktion zu senden. Die besten Aufnahmen werden auf einer Sonderseite veröffentlicht. Die Fotos müssen in der Gemeinde Ganderkesee entstanden sein.

Zusendungen können per Post erfolgen an die Nordwest-Zeitung, Rathausstraße 19, 27777 Ganderkesee, oder per E-Mail an die Adresse agentur@redganderkesee.de. Auch über Facebook können Fotos an die Seite „ZeitungfuerGanderkesee“ gepostet werden.

Das Mitmachen kann sich lohnen: Unter allen Einsendungen verlost die NWZ-Redaktion zwei Veranstaltungs-Tickets.

Gerüstet für den Fall der Fälle, der immer seltener eintritt, ist der Kommunalservice allemal – muss er auch. Genügend Salz ist vorhanden, die Verträge mit den Lieferanten wurden frühzeitig geschlossen. Und die Rufbereitschaft für den Winterdienst kann von einem Tag auf den anderen aktiviert werden. Weil der Winter bisher ausblieb, dreht aber beim Kommunalservice niemand Däumchen. „Arbeit ist immer mehr als genug da“, versichert der Geschäftsführer.

Als Fasching fast ausfiel

Die letzten arbeitsreichen Winter, an die sich Uwe Nordhausen erinnert, gab es in den Jahren 2009/10 und 2010/11. Vor zehn Jahren stand im Februar sogar der Fasching um den Ring auf der Kippe. Das Problem lag weniger auf der Umzugsstrecke, sondern daneben: Vereiste und verschneite Bürgersteige stellten ein immenses Sicherheitsrisiko dar. Fast 1000 Tonnen Schnee und Eis schafften Faschings-Helfer und Kommunalservice-Mitarbeiter mit vereinten Kräften und Dutzenden Zugmaschinen aus dem Ort – der Umzug konnte stattfinden. Auch der Dezember 2010 bescherte den Ganderkeseern noch einmal viel Schnee, vor den Weihnachtsferien fiel an mehreren Tagen kreisweit die Schule aus.

Januar immer wärmer

Seitdem jedoch gab es kaum noch einmal längere Frostperioden und Schnee, der auch am nächsten Tag noch lag, kam so gut wie gar nicht vor. Für Jürgen Schmidt vom Wetterkontor Ingelheim, das für die NWZ monatlich das Wetter in der Region analysiert, ist auch derzeit kein Winterwetter in Sicht: „Zum Wochenende wird es zwar kühler, danach aber schon wieder milder“, sagt er. Die Temperaturen in diesem Januar liegen in Ganderkesee bisher um 3,5 Grad über dem Mittelwert der vergangenen 30 Jahre. Stärkere Abweichungen gab es hier bisher nur 2016 (+ 3,7 Grad) und 1999 (+ 3,9). 1999 war überhaupt das erste Jahr, in dem eine Abweichung mit einer Drei vor dem Komma gemessen wurde – seitdem werden solche Werte aber immer öfter erreicht. „Es gab auch früher mal milde Winter, 1961 zum Beispiel“, sagt Schmidt, „aber inzwischen sind sie die Regel.“

Salz aus dem Vorjahr

Das wirkt sich auch auf den Absatz von Streusalz und Schneeschaufeln aus: „Wir haben noch ein großes Kontingent vom letzten Jahr übrig“, sagt Theis Abel, Leiter des BBM-Baumarktes in Bookhorn. Er habe zwar noch neue Ware dazu bestellt, „aber keine großen Mengen.“

Auf jeden Fall vorsorgen

Das liegt aber weniger an der starken Nachfrage, sondern an neuen Entwicklungen: Das Streusalz „Pfotenwohl“ zum Beispiel, das die Füße der Vierbeiner schont, gab es bisher noch nicht im Sortiment. Abel empfiehlt den Kunden, sich auf jeden Fall einen Eimer Salz zu besorgen: „Wenn plötzlich doch der Winter kommt, sind die Bestände ganz schnell ausverkauft und man kommt schwer an Nachschub.“

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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