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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Schulungszentrum setzt auf die Praxis

07.12.2018

Ganderkesee Das Schulungszentrum an der Robert-Bosch-Straße 10 in Ganderkesee besteht aus zwei Gebäuden. In einem Neubau befinden sich Räume mit Computer-Arbeitsplätzen. In einem anderen Gebäude gleich gegenüber ist eine Werkstatt mit computergesteuerten Dreh- und Fräsmaschinen untergebracht. Dass die Absolventen von Weiterbildungen zur computergestützten Steuerung von Maschinen (CNC) außer der Theorie auch die praktische Arbeit lernen, ist Firmeninhaber Rudolf Redenius besonders wichtig. „Die Leute arbeiten komplett selbstständig“, sagte er. Die Firmen müssten dann nur noch den Feinschliff machen.

Das sei anders als in einem virtuellen Lehrgang am Computer, erläuterte Redenius am Donnerstag bei einem Besuch des FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Dürr und der FDP-Ratsfrauen Marion Daniel und Marion Vosteen. Etwa 80 Prozent der Kursteilnehmer haben Bildungsgutscheine des Jobcenters und der Agentur für Arbeit. Die Absolventen sind zwischen 22 und 62 Jahre alt und kommen aus gewerblich-technischen Berufen. Bei CNC Fit beschäftigen sie sich zunächst mit Mathematik und technischem Zeichnen am Computer, bevor es ans Programmieren der CNC-Maschinen geht. Nach der acht- bis zehnmonatigen Ausbildung haben die Absolventen gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt: „Wir werden nahezu alle los. Der Arbeitsmarkt schreit nach CNC-Fachkräften.“ Redenius und sein Team bieten auch Schulungen für Firmen an. Mercedes und die Deutsche Bahn schicken Mitarbeiter nach Ganderkesee.

Um auf dem neuesten Stand zu sein, hat der 54-jährige Maschinenbautechniker, Konstrukteur und Feinwerkmechanikermeister in seine Werkstatt investiert. Dort stehen einige moderne Drehmaschinen und Fräsen im Wert von mehreren 100 000 Euro. Die Ausbildung bei CNC-Fit habe einen sehr guten Ruf und sei zertifiziert, erläuterte er. Und dennoch könnten im Schulungszentrum deutlich mehr Fachleute ausgebildet werden.

Doch bei den Teilnehmerzahlen macht sich die niedrige Arbeitslosenquote bemerkbar. Außerdem bewilligen die Agentur für Arbeit und das Jobcenter nach Angaben von Rudolf Redenius häufig nur kürzere Weiterbildungen, die zuhause am Computer absolviert werden können. Doch damit werden die Teilnehmer seiner Einschätzung nach nicht so auf den Alltag im Betrieb vorbereitet wie bei der praktischen Arbeit an den Maschinen: „Das kann man nicht virtuell machen.“

Christian Dürr versprach, sich der Problematik im Bundestag anzunehmen. Es müsse mehr Schulungszentren geben, die eine hohe Vermittlungsquote hätten, meinte der Abgeordnete. „Die Wirtschaft braucht händeringend Fachkräfte.“

Antje Rickmeier
Redakteurin, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2740
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