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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

LANDPARTIE: Gang durch „das liebliche Dorf in der Senke“

09.03.2010

[VORSPANN] Heimspiel für Erika Roselius: „Ich bin hier geboren und ich liebe mein Stenum“, machte die Gästeführerin am Sonntagmorgen schon beim Start der zweiten Landpartie des Jahres klar, dass es für diese Tour keine bessere Expertin geben konnte. Beredt und unterhaltsam führte sie gemeinsam mit Doris Lührsen die gut 40 Teilnehmer zwei Stunden lang durch ihren Heimatort.

„Stenum und siene Steen“ war das Motto der Landpartie, doch nicht nur die Steine, die dem Dorf den Namen gaben, standen im Blickpunkt. Los ging’s vielmehr mit fast 200 Jahren Gastronomiegeschichte im Schnelldurchlauf – am Beispiel des Hotels Backenköhler: Wie aus einer kargen Waldarbeiterhütte das erste Haus am Platze wurde („früher war hier überall Wald“), was die Gäste im 19. Jahrhundert am liebsten zu sich nahmen („dicke Milch und Schwarzbrot mit Mettwurst“) und in welchem Ambiente („die Tische wurden direkt vor den Kühen aufgestellt und von der Decke rieselte es in die Suppe – man war damals noch nicht so pingelig“), warum die Männer vor hundert Jahren im schwarzen Anzug zum Kegeln gingen („man hatte ja nur einen, für traurige und fröhliche Anlässe“) und welchen Beitrag der Bau der Bahnstrecke 1867 zum Aufschwung des Gasthofes leistete („da haben die Bremer Stenum für sich entdeckt“) – das alles repetierte Erika Roselius schon in den ersten fünf Minuten.

Weiter ging’s zum Denkmal, wo dann auch die ersten Steine ins Blickfeld kamen: mächtige Findlinge, wie sie rund um Stenum in Massen zu finden waren und von den Dorfbewohnern für ihre Zwecke genutzt wurden. Und nicht nur von den Einheimischen: Steine aus Stenum wurden zum Beispiel in der Franzosenzeit Anfang des 19. Jahrhunderts für den Straßenbau gebraucht. Von den imposanten Hünengräbern aus der Steinzeit ist so nicht viel übrig geblieben, aber im Verborgenen liegen immer noch zahlreiche steinerne Riesen, wusste die Gästeführerin zu berichten.

So verging der Rundgang durch „das liebliche Dorf in der Senke“, wie Erika Roselius ihr Stenum nennt, wie im Fluge. Gut die Hälfte der Teilnehmer kehrte noch zum Mittagessen im Hotel Backenköhler ein – wo sie dann weitaus angenehmer saßen als die Gäste vor 150 Jahren. Heutzutage ist man, was die Gastronomie betrifft, ja doch schon etwas pingeliger . . .

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