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Demografischer Wandel: Gedankenspiele um Ortskern

11.06.2014

Wardenburg Braucht Wardenburg ein klar erkennbares Ortszentrum, um für Besucher und Bewohner attraktiv zu bleiben? „Ja“, findet Detlef Hagen. „Grade der erste Eindruck ist wichtig für die Entscheidung bei den notwendigen neuen Mitbewohnern, ob sie hier bleiben möchten.“ Zusammen mit weiteren Freiwilligen hatte Hagen sich im vom Marketingforum der Gemeinde vor zwei Jahren initiierten „Bürgerworkshop 2050“ engagiert. Beteiligt war er dabei an der Arbeitsgruppe Lebensraum und -qualität, die nun ihre Ergebnisse präsentierte. Das Ziel war klar umrissen: „Unser Ziel muss sein: Wir müssen Zuwanderung erreichen und Abwanderung verhindern.“ Insbesondere, wenn man dem demografischen Wandel etwas entgegensetzen möchte.

Doch wie überzeugt man potenzielle Neubürger für die Gemeinde Wardenburg, wo doch sämtliche Gemeinden um Zuzügler werben? Einer der von der Arbeitsgruppe erläuterten Vorschläge sieht eine Verdichtung der Bebauung in Wardenburg, insbesondere an der Oldenburger Straße vor. „Der momentane Eindruck ist nicht sonderlich gemütlich“, stellte Hagen dar, „es gibt bei der Bebauung keinen roten Faden, es finden sich alle möglichen baulichen Stilelemente wieder.“ Vorzuziehen sei aus diesem Grunde eine möglichst einheitliche Bebauung, sowie eine Fokussierung von Maßnahmen auf Baulücken und Leerstände. Auch ein echter Ortskern, ein Ort für Begegnungen, fehle. Diesen sieht die Arbeitsgruppe in Höhe der Kreuzung Oldenburger Straße/ Litteler Straße. „Dieser Ort liegt zentral, ist von allen Richtungen erschlossen und durch die Oldenburger Straße herrscht hier viel Bewegung“, so die Überlegungen.

Hier könnten auch neue „attraktive Angebote“ untergebracht werden, wie beispielsweise Reparaturcafés, schlug Hagen vor, in denen alte und jüngere Menschen zusammenkommen könnten und welche so attraktiv für alle Generationen seien.

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Nachzudenken sei auch darüber, ob sich die Gemeinde in Zukunft einen thematischen Schwerpunkt setzen sollte, an dem sich weitere Planungen orientieren könnten. Als Beispiele für eine gelungene Schwerpunktsetzung nannte Hagen unter anderem das Künstlerdorf Worpswede sowie Bad Zwischenahn.

Auch über neue Wohnformen müsste nachgedacht werden, erklärte Hagen, unter anderem über Mehrgenerationenhäuser oder kleinere Wohnungen für Alleinstehende. Auch Eigentumswohnungen, die insbesondere jungen Familien günstigen Wohnraum böten, sollten gefördert werden. Denn eines dürfte nicht vergessen werden, kam die Arbeitsgruppe zu ihrem Fazit: „Der demografische Wandel ist unumkehrbar.“

Martin Thaler Volontär / NWZ-Redaktion
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