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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Gemeinde öffnet Tür zu Heidemark-Erweiterung

20.02.2016

Ahlhorn Um die Nutzung dieser Fläche im Gewerbe- und Industriegebiet Lether Gewerbestraße in Ahlhorn tobte vor drei Jahren ein heftiger Streit. Letztlich scheiterte der Plan, eine Hähnchenschlachterei neben der Firma Heidemark (Putenschlachter/-vermarkter) anzusiedeln, am Votum der Bürger. Jetzt steht die bauleit­rechtliche Planung für die Fläche von 7,3 Hektar neben dem Stammsitz von Heidemark vor dem Abschluss. Mit 8 Ja-Stimmen bei einer Nein-Stimme (Kommunale Alternative, KA) hat der Großenkneter Planungs- und Umweltausschuss den Satzungsbeschluss empfohlen.

Noch keinen Plan

Um „Zukunftssicherung“ geht es der Firma Heidemark bei der Genehmigung für die Erweiterung des Geländes. Deshalb habe sich die Firma das Grundstück im Westen gesichert, da es die einzige Möglichkeit für eine Erweiterung wäre. Das sagte Heidemark-Marketingleiter Albert Focke am Freitag zur NWZ . Konkrete Pläne zur Erweiterung gebe es dabei derzeit nicht. Es ist nicht geplant, die Schlachtkapazitäten zu erhöhen, sagte Focke. Zudem betonte er, dass der Heidemark-Standort in Garrel bestehen bleibe.

   

   www.heidemark.de

Schon im Zusammenhang mit den Plänen für die Hähnchenschlachterei hatte die Gemeinde seinerzeit die planungsrechtliche Voraussetzung für die Erweiterung von Heidemark schaffen wollen. Doch nach dem Stopp der Hähnchenpläne ruhte dieses Verfahren zunächst. Als vorhabenbezogener B-Plan 68 C wurden die Erweiterungswünsche von Heidemark später wieder aufgegriffen.

Die öffentliche Auslegung für die Änderung des Flächennutzungsplans und des B-Plans 68 C hatte keine gravierenden Veränderungen am Planentwurf mehr ergeben. Wie Planer Joachim Mrotzek berichtete, hatte es seitens der Bürger keinerlei Hinweise in beiden Beteiligungsrunden gegeben. Der Bau eines Schlachtbetriebes oder die Ausweitung der Schlachtung sind dabei bei der 68 C-Fläche ausgeschlossen, wie die Gemeindeverwaltung betonte. „Die Schlachtzahlen orientieren sich am bestehenden Betrieb“, sagte Bürgermeister Thorsten Schmidtke.

Er betonte, dass Heidemark noch keine konkreten Pläne für den Ausbau habe. Es könne um Verarbeitung, Lagerlogistik, Kühlräume, Bürofläche und Sozialbereiche gehen. „Viele Parkplätze bedeuten auch viele Arbeitnehmer. Das generiert auch Gewerbesteuer“, begrüßte Schmidtke die Entwicklung von Heidemark. Auch Andrea Oefler (SPD) betonte, dass sich Bestandsbetriebe erweitern können müssen. „Das sichert Arbeitsplätze.“ Die Schlachtzahl ändere sich nicht, war ihr wichtig. „Wir stehen dem positiv gegenüber“, sagte Samuel Stoll (CDU).

Die KA könnte zustimmen, wenn es um Zusammenlegung und Optimierung gehe, so Uwe Behrens (KA). Er kritisierte aber die „enormen und erstaunlich üppigen Gebäude“, die möglich würden. So gibt es eine zulässige Höhe von 25 Metern. Zum Vergleich: Der benachbarte Silvana-Turm ist 28 Meter hoch. Behrens sah die Gefahr nicht ausgeschlossen, dass Heidemark die Schlachtzahlen im Bestand doch erhöhen könnte. Offene Fragen wie Erschließung des Geländes und fehlende Anliegerinfo ließen ihn die Satzung ablehnen.

Schmidtke wandte sich gegen diese Einwände. „Vieles ist hypothetisch. Das nimmt keine Ängste, das schürt Ängste.“ Unabhängigen-Ratsherr Carsten Grallert fand die Fragen von Behrens legitim.

Ulrich Suttka
Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2702

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