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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

,Gerade noch rechtzeitig König geworden‘

22.05.2012

WILDESHAUSEN In Ludger Kramers Diele hängen gleich zwei eiserne Vögel – einer vom Kinderkönigsschießen 1962 und einer von 1987, dem Jahr als er König wurde. Beim Gildefest 2012 feiert der Wildeshauser Tischlermeister gleich zwei Jubiläen.

„Ich habe schon vorher am Königsschießen teilgenommen, aber 1987 wollte ich es dann wissen“, sagt Kramer. Denn 25 Jahre zuvor, Pfingsten 1962, wurde der heute 61-Jährige Kinderkönig. Das Gildefest sei damals noch überschaubar gewesen: „Die Wildeshauser waren unter sich“, so Kramer. Seine jüngere Schwester Rita war seine Königin. Mit elf Jahren sei er für damalige Verhältnisse recht jung für den Kinderkönigstitel gewesen. Er habe für die Feierlichkeiten extra den Hof herrichten müssen. Die Eltern waren laut Kramer sehr stolz, schließlich sei sein Vater Gildemitglied gewesen.

Als 1984 die Vogelstange abbrach, schoss Kramer mit auf den Königstitel. Man musste auf den Schießstand Altona ausweichen, um auf Scheiben zu schießen: „Da wollte keiner richtig gerne König werden. Ich habe auch etwas tiefer gezielt,“ schmunzelt Kramer. König wurde damals Ewald Harms. Er gehörte zu Ludger Kramers Freunden, mit denen er während der 1980-er Jahre immer wieder am Königsschießen teilnahm. „Das machte uns einfach Spaß. Die ganz großen Ambitionen hatte ich vor 1987 allerdings nicht“, erzählt der Jubilar. Dabei hätte er nie das Feiern vergessen: „Ich war nicht so verbissen, dass ich nicht den Nachmittag vorher genauso genossen hätte wie die Jahre zuvor.“ Auch beim finalen Duell 1987 sei er ganz locker gewesen. Seinen direkten Kontrahenten spendierte er noch ein Bier und stieß mit ihnen an. Dann holte er mit seinem ersten Schuss den Papagoy herunter.

Zur Königin machte er seine heutige Frau Silke. Die damals 21-Jährige war laut eigener Aussage ziemlich überfordert: „Ich dachte, da schießen so viele mit, dass ich nicht wirklich damit gerechnet hatte.“ Die beiden hatten sich nicht mal ein Jahr vorher kennen gelernt.

Zum damaligen Schaffer Siegbert Schmidt und seiner Frau Gudrun haben Kramers noch heute guten Kontakt. „Wir waren überrascht, als wir sie sahen. Wir wussten ja noch nicht, wer Schaffer sein würde,“ so Kramer. Die beiden hätten super zum jungen Königspaar gepasst.

Das letzte Vierteljahrhundert hat Kramer in der Königskompanie „genossen“. Vor 1987 sei man aus dem Offizierskorps schon an seine Freunde und ihn herangetreten und habe gefragt, ob einer von ihnen Schaffer werden wollte. „Da bin ich gerade noch rechtzeitig König geworden“, schmunzelt Kramer. Ihm gefalle es in der Kompanie ausgesprochen gut. Der Terminplan sei nicht so straff und auch die neuen Könige seien sehr engagiert.

 @ Ein „Spezial“ zur Gilde unter http://www.NWZonline.de/gildefest

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