• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Geschäft ist Lebenswerk

09.10.2010

Der Name meiner heutigen Gesprächspartnerin ist in Ganderkesee sehr bekannt und nicht nur, weil ihr Geschäft ihren Namen trägt: „Stöber“. Die Rede ist von Ursula (genannt Ursel) Stöber.

Ihre Eltern Martha und Hermann Hüholt gründeten 1938 eine Bäckerei mit Geschäft an der Grüppenbührener Straße. „Wie es früher so war“, erzählt mir Ursel, „blieben wir drei Kinder in diesem Beruf.“ Ihre zwölf Jahre ältere Schwester Lotte lernte ebenso wie Ursel Bäckerei-Fachverkäuferin und ihr Bruder Klaus wurde Bäcker.

Da ihre Schwester Lotte und deren Ehemann August Oetken eine Tischlerei hatten, war Lotte nicht mehr im Geschäft. Auch ihre Mutter zog sich aus Altersgründen zurück, so dass Ursel viele Jahre die Leitung im Laden hatte und ihr Bruder Klaus in der Bäckerei. 1968 heiratete Ursel Hans Stöber. Ende der 1970er-Jahre hatte auch Klaus Hüholt die richtige Frau gefunden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Für Ursel war klar: „Zwei Chefinnen, das geht nicht.“ Ursel wollte eine neue Herausforderung. Durch Zufall erfuhr sie an einem Freitag Anfang 1979, dass Wilhelm und Grete Fokken ihr Schreibwarengeschäft an der Ecke Mühlenstraße/Bergedorfer Straße verpachten wollten.

Ursel erkannte ihre Chance. „Zehn Minuten später stand ich bei Wilhelm und Grete im Laden“, erinnert sie sich – gerade noch rechtzeitig. Wilhelm Fokken hatte gerade eine Anwärterin, die sehr interessiert war. Diese war aber keine Ganderkeseerin und konnte auch kein Plattdeutsch sprechen. Für Wilhelm Fokken zwei ganz wichtige Faktoren bei der Weitergabe seines Geschäftes.

Am darauf folgenden Dienstag war der Vertrag bereits unterschrieben. Ab März 1979 hieß es für Ursel nicht mehr Brötchen verkaufen, sondern Schreibwaren. „Ich hatte hier viel Glück, es war eine große Sternstunde für mich, denn Handel ist mein Leben“, blickt Ursel Stöber zufrieden zurück.

Für sie war es selbstverständlich, dass sie die Mitarbeiter übernahm. Ursel hatte sich schnell eingearbeitet und das Geschäft lief auch Dank ihres großen Einsatzes sehr gut. Unterstützung bekam sie von Ehemann Hans. Ende der 1990er-Jahre war klar, dass die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten.

Während der damalige Bürgermeister Gerold Sprung Stöber gerne in der Rathausstraße gesehen hätte, nahmen diese das Angebot von einem Bauherrn an, der Am Ring 8 ein Gebäude mit Geschäft und diversen Wohnungen baute. Ursel und Hans Stöber kauften die Geschäftsräume und zogen am 21. Oktober 1999 ein. „Für uns war wichtig, dass wir unseren Kunden mehr Verkaufsfläche und dazu genügend Parkplätze anbieten konnten“, begründet Ursel ihre Entscheidung.

Die Kunden kommen nicht nur aus Ganderkesee und umzu, sondern zum Teil von weiter her. Gerade zur Faschingszeit ist die große Auswahl an Faschingsartikeln und Faschingskostümen großer Anziehungspunkt.

Ursel Stöber weiß natürlich, was zur Faschingszeit angeboten werden muss, denn 1966 bildete sie zusammen mit Klaus-Dieter Stubbemann das Ganderkeseer Prinzenpaar. Noch heute ist sie aktiv bei den Exprinzessinnen und steht jedes Jahr bei den Büttenabenden auf der Bühne. Um den Kopf etwas „frei zu bekommen“ macht sie Nordic-Walking. Ansonsten fährt sie zweimal im Jahr mit ihrem Ehemann Hans in Urlaub, am liebsten nach Teneriffa.

„Wie wäre es einmal mit einer Kreuzfahrt?“, so meine Frage. „Nein, auf einem Schiff wird mir immer sofort schlecht“, sagt sie. Schon nach kurzer Zeit habe sie wieder Sehnsucht nach ihrem Geschäft – ihrem Lebenswerk. In einigen Jahren soll ihr Sohn Jens das Geschäft übernehmen. Aber ganz ohne geht es bei Ursel wohl nicht. Dafür hängt ihr Herz zu sehr am Laden.

Inhaberin des Schreibwarenhandels am Ring, ehemalige Ganderkeseer Faschings-Prinzessin

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.