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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Unternehmen: Gesundheit bringt die höchsten Zinsen

02.05.2017

Wildeshausen „Für jeden Euro, den ein Unternehmen in Gesundheit investiert, bekommt es drei bis sechs Euro wieder heraus.“ Das hat Anne-Marie Glowienka, CDU-Landtagskandidatin aus Dötlingen, bei einem Vortrag in der Firma Hermes Systeme in Wildeshausen klargestellt und damit die immense Bedeutung eben jenes Gesundheitssektors hervorgehoben.

Anlässlich des Welttags für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz waren die CDU-Arbeitskreise Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie Soziales, Gesundheit und Gleichstellung zusammengekommen und informierten sich bei Geschäftsführer Ingo Hermes, was man in einem Betrieb in Sachen Gesundheit so machen kann.

Dass die Abwesenheit von Gesundheit teuer werden kann, habe Ingo Hermes im Februar erlebt: Wegen der Grippewelle sei nahezu jeder der etwa 180 Mitarbeiter mal ausgefallen. Gegen Grippe kann Hermes natürlich nichts tun – im Gegenteil: „Einige haben sich mit 38 Grad Fieber zur Arbeit geschleppt und gemeint ,geht ja noch’. Wahrscheinlich dann aber den ein oder anderen angesteckt.“

Trotzdem haben Firmen Möglichkeiten, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern. Auf die Frage „Wie muss Arbeit gestaltet sein?“ hatte Glowienka eine klare Antwort: „Der Grundbaustein ist sowohl die physische als auch psychische Gesundheit.“ Sie empfahl jedem Betrieb dringend, eine physische sowie eine psychische Gefährdungsbeurteilung durchführen zu lassen. „Das wird oft nicht gemacht“, stellte sie klar – vor allem bei der psychischen gebe es Nachholbedarf.

Wie sie die körperliche Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern, das sei in vielen Firmen angekommen und umgesetzt, so Glowienka. Hermes gab Beispiele aus seiner Firma: Ergonomische Arbeitsplätze und Autos – schließlich müssen viele Mitarbeiter lange sitzen –, Betriebssportangebote oder ein Obstbüfett.

Was die psychische Gesundheitsförderung angeht, hake es jedoch bei vielen Firmen noch. Denn neben der Gesundheit müssten auch die Werte und Einstellungen stimmen, Arbeitsumgebung sowie Führung müssten passen. „In vielen Unternehmen ist die Führungskraft das Problem“, meinte Glowienka.

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Jedoch liege das Problem oft nicht nur in der Arbeit, betonte Hermes. Dass es im Betrieb mal stressig sein kann, sei klar. Problematisch werde das aber erst, wenn es im privaten Umfeld ebenfalls unentspannt zugehe und man zu Hause den Stresslevel nicht reduzieren kann.

Auch bei ihm habe es vor einigen Jahren zwei Fälle von Burnout gegeben, erzählte Hermes: „Da haben wir uns überlegt: Was machen wir falsch?“ Seitdem beschäftige er sich mit wertschätzender Mitarbeiterführung – und hat einiges in seiner Firma verändert. „Ausgaben in die Gesundheit stehen manchmal im Spannungsfeld mit der Wirtschaftlichkeit“, gibt er zu – doch Investitionen lohnen. Nicht nur finanzielle – auch zwischenmenschliche.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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