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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wertvolles Lebensmittel immer im Blick

23.04.2019

Geveshausen „Ohne meine Frau Irmgard hätte ich das nicht geschafft“, räumt Egon Strudt­hoff (72) ein. Seit genau 50 Jahren ist der Landwirt aus Geveshausen als Milchkon­trolleur in der Region unterwegs. Wenn er morgens und abends die Betriebe prüfte, kümmerte sich Ehefrau Irmgard um den Hof und die sechs Kinder. Anlässlich des Jubiläums überraschte ihn seine Familie, dazu gehören auch zwölf Enkelkinder, am Ostersamstag mit einem zünftigen Frühstück. Sie hatten in der Hofeinfahrt am Oher Kirchweg dekoriert: „Milchmann“, Kontrollbehälter und ein Tempo-50-Schild empfingen die Besucher.

Für den Landeskontrollverband (LKV) Weser-Ems überreichte Leistungsinspektor Andreas Vogel die Ehrenurkunde. Glückwünsche überbrachten auch Oberleistungsprüfer Ewald Cramer, LKV-Vertrauensperson Dieter Rohde und Heinz Bliefernich, 1. Vorsitzender des Milchkontrollvereins Wardenburg.

In der 50-jährigen Arbeit Strudthoffs spiegelt sich der Wandel der Landwirtschaft wider: Als der Geveshauser am 20. April 1969 im Alter von 22 Jahren mit seinem Ford Taunus losfuhr, musste er auf 38 Höfen die Milch von mehr als 300 Kühen kontrollieren. „Spritgeld gab’s damals zunächst nicht“, erzählte er. „Die Höfe lagen ja meist in der Nähe.“ Heute kontrolliert er noch drei Höfe in Huntlosen, Kirchhatten und Großenkneten mit gut 170 Kühen.

„Damals musste jeder Betrieb einmal im Monat kon­trolliert werden“, erzählte er. Bei jeder Milchkuh ermittelte er mit einer Handwaage die Milchmenge und zog Proben mit einer Pipette. Die Proben wiederum kamen in gesonderte Flaschen, die in einer Kiste zur Molkerei gebracht wurden. Dort wurde der Fett- und Eiweißgehalt untersucht – zunächst in der Molkerei Neerstedt, später in Wardenburg. Selten hatte Strudthoff kurze Wege: „Im Winter waren die Tiere in den Ställen, im Sommer auf den Weiden.“

Aber nicht allein die Milch stand im Fokus: „Jede Kuh hatte einen Namen und eine Nummer, die ins Stammbuch eingetragen wurde“, sagte er. Gleiches galt für die neugeborenen Kälber: Vater, Mutter, Geburtsdatum, Geschlecht und Fellzeichnung wurden penibel festgehalten. Inzwischen verschicken die Betriebe diese Daten per Computer. Das Vertrauen der Betriebe war groß: Nicht selten riefen die Landwirte Strudthoff dazu, wenn ihre Kühe kalbten.

Inzwischen tritt der Geveshauser etwas kürzer. Sohn Frank bewirtschaftet den Familienbetrieb. Nach den vielen Glückwünschen zum Jubiläum konnte er mit seiner Familie das Osterfest genießen.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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