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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Kein Anschluss in Dötlingen

11.11.2017

Geveshausen „Dieser Anschluss ist zurzeit nicht erreichbar. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.“ So geht es seit fünf Wochen Anrufern, die Dieter Hollmann und seine Familie, Am Holzkamp 3 in Dötlingen-Geveshausen, telefonisch über Festnetz erreichen wollen.

Seit dem schweren Sturm „Xavier“, der am 5. Oktober mit Böen bis Orkanstärke auch über die Gemeinde Dötlingen hinwegfegte, sind Hollmanns telefonisch von der Außenwelt abgeschnitten. „Als gegen 13 Uhr der Nordwestwind volle Stärke hatte, ging telefonisch nichts mehr. Mein Sohn Ralf konnte auch nicht mehr ins Internet“, erklärte Dieter Hollmann.

Äste auf Freilandleitung

Der Grund: Stattliche Äste von alten Eichen waren auf die Freilandleitung gekracht und hatten die Oberleitungsverbindung gekappt. „Wir haben den Schaden natürlich bei der EWE sofort gemeldet. Die versprach, sich darum zu kümmern, aber die Leitungen würden der Deutschen Telekom gehören und die müsse die auch wieder reparieren. Es würde entsprechend Kontakt aufgenommen, wurde mir gesagt, als ich bei der EWE in Wildeshausen war“, erklärte Dieter Hollmann, der Bezirksvorsteher in der Bauerschaft ist. Das war Anfang Oktober.

Doch bei dem guten Willen blieb es. „Bis heute haben wir immer noch kein Telefon und Internet. Auch nicht Margot Natenstedt, einen Hof weiter. Aber die alte Dame ist auf ein Telefon angewiesen, denn mit einem Handy kann sie nicht umgehen.“

Rund 300 Meter vom Hof Hollmann entfernt lässt sich der entstandene Schaden schnell ausmachen. An der Gemeindestraße hat der Bauhof die abgeknickten Äste schon lange beseitigt. Die Oberleitung liegt aber nach wie vor am Boden. Rausgerissen aus einem Verteiler an einem der Holzmasten.

„Einfache Sache, denkt man, wenn das sieht. Da kommt man schon auf die Idee, einen Schraubenzieher zu nehmen und alles wieder selbst zu verbinden. Aber das darf man ja nicht“, so Dieter Hollmann.

Nach fünf Wochen ohne eine Nachricht von der EWE oder der Telekom fühlt er sich ziemlich alleine, wenn nicht sogar im Stich gelassen auf dem flachen Land.

EWE bedauert Vorfall

EWE-Konzernsprecher Dietmar Bücker sagt: „Den Vorfall bedauern wir zutiefst. Das Unverständnis ist klar. Wir haben jetzt noch einmal die Telekom informiert und darum gebeten, den Schaden umgehend zu beheben. Das geht auf kurzem Wege, und wir hoffen, dass nun endlich die Verbindung wieder hergestellt wird“, so Bücker. Allerdings sei auch versucht worden, Kontakt zum Kunden aufzunehmen.

„Der kam allerdings nicht zustande“, wie Dieter Hollmann bestätigte. „Nach der Schadensmeldung bei der EWE direkt in Wildeshausen haben wir nichts mehr gehört und gesehen.“ Jetzt hilft sich Hollmann mit einem uralten Handy, mit dem man nur telefonieren kann. „Das hat noch einen sehr alten Tarif. Für den Notfall und teuer. Gut, dass wir so etwas haben.“ Doch für Hollmann ist das Maß inzwischen voll: „Zum Glück brauchen wir Telefon und Internet nicht beruflich….“, schüttelt er nur noch den Kopf.

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