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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Keine dufte Fahrt ins neue Jahr

02.01.2018

Großenkneten Die Autotür geht auf und der Geruch von Duftbäumen zieht einem direkt in die Nase. Tobias Borchers kriegt den Güllegeruch nach der Rutschpartie durch die Stinke-Pfütze nicht aus dem Auto. Die Duftbäume lindern vielleicht die Symptome, aber zufrieden ist der Großenkneter damit überhaupt nicht.

Mit den Einkäufen im Kofferraum sowie Frau und Kind auf dem Beifahrer- und Rücksitz war Tobias Borchers an einem Mittwochabend über die Moorbeker Straße (Kreisstraße 238) auf dem Weg nach Hause. „Auf einmal habe ich gemerkt, dass das Auto zur Seite wegrutscht. Zuerst dachte ich an Aquaplaning, aber es hatte ja nicht geregnet.“ Das machte den 27-jährigen Familienvater misstrauisch – wie auch der Gestank, den er beim Aussteigen feststellte. Also fuhr er Frau und Kind heim und schaute sich die Stelle noch einmal genauer an. „Da ist wohl Gülle ausgelaufen und auf die Straße gekommen“, berichtet er.

Das Auto sah nun auch dementsprechend aus. Das unliebsame Gebräu ist über die komplette Frontschürze gespritzt. Mit einem Gang durch die Waschanlage war es nur leider nicht getan.

Zahlreiche Autos seien durch diese Gülle-Pfütze gefahren, bestätigt die Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch. „Gülle ist ausgelaufen bis auf die Straße“, so Polizeisprecher Henrik Hackmann. Die Ermittlungen dazu laufen noch. Die Straße habe für kurze Zeit gesperrt werden müssen, damit sie die Feuerwehr Großenkneten, die mit drei Einsatzwagen angerückt war, reinigen konnte.

Auch die Untere Wasserbehörde wurde informiert. „Die Gülle lief auch in die Gräben hinein, aber sie wurde abgepumpt und wieder in den Lagerbehälter gefüllt. Es wurde alles gesichert“, versichert Uwe Dölemeyer vom Amt für Bodenschutz und Abfallwirtschaft beim Landkreis.

Den Gestank bekommt Borchers mit einem Mal Waschen nicht heraus, also fährt er in die Werkstatt. „Der Schaden liegt bei etwa 500 Euro“, sagt er und zieht die Rechnung hervor. Zwar habe er diese mittlerweile der Versicherung des Verursachers gemeldet, aber so richtig glücklich ist er mit der Lösung noch nicht. „Sobald der Wagen läuft und das Auto warm ist, fängt es wieder an zu stinken.“ Für Tobias Borchers war das keine so dufte Fahrt ins neue Jahr.

Nina Janssen
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003