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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Jetzt wird nach der langen Liste gearbeitet

02.02.2019

Großenkneten Die Liste ist fertig – und der Blick auf die Wand im Sitzungssaal des Großenkneter Rathauses war beeindruckend. Rund fünf Meter – mit Buchstaben und Zahlen übersät – ist der Ausdruck wohl lang gewesen mit dem Überblick über den Zustand aller gemeindlichen Straßen. Dafür hat das Ingenieurbüro Hirsch aus Oldenburg alle 327 Kilometer abgefahren und nach einem festgelegten Kriterienkatalog bewertet. Ergebnis: eine Einschätzung des Zustandes in insgesamt rund 1000 Abschnitten, denn viele der rund 300 Straßen wechseln zwischendurch den Belag oder den Zustand. Die beruhigende Aussage des Experten Gunnar Hirsch: „Zwei Drittel der Wege sind in einem sehr vernünftigen Zustand.“

Drei Projekte für 2019 vorgesehen

Drei Straßenabschnitte sollen in 2019 für insgesamt 260 000 Euro saniert werden. Dabei geht die Gemeinde nach der Prioritätenliste vor, wobei zwei Vorhaben auf der Ahlhorner Ortsdurchfahrt entfallen (wegen Förderung aus anderen Programmen). Gleichwohl steht immer noch ein Abschnitt der G 213 ganz vorne. Es handelt sich um den Bereich der Wildeshauser Straße in Bereich der Einmündung Zeppelinstraße. 200 Meter sollen hier saniert werden. In Großenkneten sind 250 Meter des Bahnhofswegs vorgesehen, wiederum in Ahlhorn der Fußweg an der Eichendorffstraße/Lessingstraße auf 50 Metern.

Der Grund für das aufwendige „Erhaltungsmanagement“ für Gemeindestraßen ist ein Grundsatzbeschluss aus Jahr 2017, auf die finanzielle Beteiligung von Anliegern bei der Sanierung von Straßen gänzlich zu verzichten und stattdessen jährlich generell rund 300 000 Euro in die Sanierung von Straßen zu stecken. Parallel entschied der Rat, den investiven gemeindlichen Straßenbau künftig auf der Grundlage einer fachlich aufgestellten Prioritätenliste vorzunehmen. Sie wurde 2018 erarbeitet und am Donnerstag von Hirsch im Infrastrukturausschuss vorgestellt.

Mit Farben verdeutlicht die Liste den Handlungsbedarf. „Rot“ steht für einen schlechten Zustand, orange ist „ausreichend“, gelb „zufriedenstellend“ und grün „gut“. Kritisch sind die rot markierten Bereiche. Ihre Zahl liege um die 50. Bei zehn bis zwölf Maßnahmen liege das Kostenvolumen schon über einer Millionen Euro. „Sie haben davon 40 bis 50 Straßen. Da kommen sie in Richtung von fünf Millionen Euro“, überschlug Hirsch den Kostenrahmen. Angesichts von 300 000 Euro, die pro Jahr eingesetzt werden sollen, wäre die Gemeinde nach 17 Jahren fertig.

Ralf Martens (CDU) zeigte sich erleichtert, „dass wir gar nicht so schlechte Wege haben.“ Er begrüßte wie alle Ausschusskollegen, dass alles fachlich neutral bewertet worden sei. „Das ist die Liste, nach der wir jetzt arbeiten wollen“, betonte Bürgermeister Thorsten Schmidtke. Es solle keine Wahlgeschenke mehr geben, lehnte er es ab, die Reihenfolge der Liste zu ändern, außer wenn es sinnvolle Zusammenlegungen bei Arbeiten geben würde. So kam Heike Frommhold (SPD) mit ihrem Wunsch nicht zum Zug, den ihres Erachtens wichtigeren Radweg an der Cloppenburger Straße doch schon 2019 zu machen und nicht erst 2020 – wie auf der Liste vorgesehen.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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