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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Es geht oftmals so richtig rund

31.12.2018

Großenkneten In dieser Gemeinde geht es richtig rund: So lässt sich das Jahr 2018 in Großenkneten auf den Punkt bringen. Ganz handfest gilt das für den sanierten Ahlhorner Kreisel und den neuen Kreisverkehr in Großenkneten. Rund ist es aber auch gegangen angesichts vieler Investitionen, rauschender Feste und mitunter heftiger Dispute. Der Rückblick auf ein spannendes Jahr.

Asphalt und Ahlhorn: Das wird in der Baubranche zum Gleichklang. Die Nordwestdeutschen Mischwerke haben ab 2019 ihren Sitz im Metropolpark. Dahinter stehen Bunte-Gruppe und eine Tochter der Strabag AG. Auch ansonsten läuft’s in der Wirtschaft: So kündigt Heidemark Investitionen von 15 Millionen Euro am Standort an.

Bethel im Norden: Diese Einrichtung betreibt seit 2011 die Janusz-Korczak-Förderschule in Ahlhorn. Im Februar weiht sie einen Neubau für rund 700 000 Euro an der Straße Im Sandhofe 2 ein.

Convivo-Gruppe: Dieses Unternehmen aus Bremen ist jetzt auch in Ahlhorn ein Begriff. Die Gruppe hat im Herbst den Betrieb des Fritz-Höckner-Hauses übernommen, nachdem die Arbeiterwohlfahrt im Frühjahr Insolvenz hatte anmelden müssen.

DSL steht für „Demenz: digitale Selbsthilfe auf dem Land“. Rund 158 000 Euro hat die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) im Herbst für dieses Projekt erhalten. Neu ab November: Die LEB richtet in Ahlhorn ein Bildungszentrum (BIZ) an der Wildeshauser Straße 33 ein.

Elektroauto: Ein Wagen aus der Zukunft gehört seit dem Sommer zum Fuhrpark der Gemeinde. Das Netz an Ladesäulen ist gewachsen.

Feiern: „Immer wieder gerne“ ist die Devise. Anfang September ist das Ahlhorner Bürgerfest mit großen Musikprogramm und einem tollen Umzug ein Höhepunkt.

Gut Moorbeck: Jahrelang zerfiel die Traditionsgastronomie, doch seit dem Sommer wird am Wiederaufbau gearbeitet. Zu ihren Plänen hält sich die neue Eigentümerin Lucia von Aschwege aus Garrel aber noch bedeckt.

Hälterhaus in neuem Glanz: Für 287 000 Euro ist das denkmalgeschützte Gebäude bei der Teichwirtschaft Ahlhorn saniert worden. Es dient jetzt als Ausstellungsfläche.

Investitionen: Im Sommer ist die neue Sporthalle beim Ahlhorner Schulzentrum samt der neuen Mensa für beide Schulen fertig geworden. Die Gesamtkosten betragen 4,1 Millionen Euro. Seit dem Frühjahr läuft der Neubau des Huntloser Feuerwehrhauses für rund 2,3 Millionen Euro. Bei der Grundschule Ahlhorn schreitet der Anbau für rund 1,3 Millionen Euro voran. Die Liste lässt sich noch erheblich verlängern ....

Jubilare: Auf 125 Jahre blickt der Männergesangverein „Liederkranz“ Großenkneten im Sommer zurück und gibt sich einen neuen Namen: „Hat Mann Töne“. Der Schützenverein Steinloge feiert 111 Jahre. Es ist zugleich der Schlussakkord: Der Verein löst sich auf. Sein 65-jähriges Bestehen begeht der Landfrauenverein Großenkneten.

Kindergärten sind der Kommune lieb und teuer: In Ahlhorn wird eine dritte Kita gebaut, an allen vorhandenen Standorten laufen Arbeiten oder sie sind in Planung. Binnen drei Jahren wird ein Paket von 4,8 Millionen Euro umgesetzt.

Landebahn als Parkplatz: Die Automobilbranche braucht riesige Stellflächen, um Fahrzeuge zwischenzuparken, die derzeit keine Zulassung haben. So kommt es, dass die Start- und Landebahn im Metropolpark in Ahlhorn seit dem Herbst zweckentfremdet ist und voller Autos steht. Diverse bisherige Nutzer der Betonpiste mussten sich kurzfristig andere Möglichkeiten suchen.

Mineralstoffdeponie: Über viele Jahre hat es einen Abwehrkampf gegen die Abfallentsorgung vor der Haustür in Döhlen/Haschenbrok gegeben. Immer deutlicher wurden zuletzt die Anzeichen, dass der Betreiber Bodenkontor Steinhöhe sein Ziel doch erreichen würde. Am 31. Juli fällte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg das Urteil. Es wies die Klage gegen die Planung endgültig zurück. Die Deponie kommt.

Netzwerk „Vielfalt und ihre Perspektiven für die Region“. Dieses Projekt in der Gemeinde unterstützt das Land bis Ende 2020 mit fast 76 000 Euro. Ann-Cristin Gericks nimmt die Aufgabe wahr. De facto ist es die Fortsetzung ihrer Arbeit als Inte­grationsbeauftragte.

Optimal wurde der Zeitplan bei der Sanierung des Ahlhorner Kreisels umgesetzt, eher suboptimal beim neuen Kreisel in Großenkneten. Da waren einige von der Dauer der Arbeiten genervt.

Pfadfinder gut in Tritt: Die Pfadfinderbildungsstätte in der Sager Schweiz erhält im September als erste Einrichtung der Evangelischen Landeskirche das Zertifikat „Zukunft einkaufen“. Zudem übernahm und sanierte sie die einstige Obdachlosenunterkunft der Gemeinde und nutzt sie jetzt auch für eigene Zwecke.

Querelen fehlen auch 2018 nicht. Im Frühjahr ärgern sich Veranstalter über die Gemeinde, die bei vielen Festen nicht mehr die Absperrungen durch den Bauhof vornehmen lassen will. Kurz vor Jahresschluss toben viele Ahlhorner ob der neuen Lärmschutzwand am Baugebiet Lemsen-Süd, die sie als hässlich und unpassend empfinden.

Risse in den Leimbindern der Dachkonstruktion der Huntloser Sporthalle: Sie wurden Mitte Januar behoben. Danach konnte die Gemeinde die dreimonatige Sperrung der Halle aufheben. Deckenarbeiten in der Turnhalle der Grundschule Ahlhorn führten im Herbst zu wochenlangen Problemen beim Licht, so dass die Halle nur noch sehr eingeschränkt genutzt werden konnte.

Stellwerk Ahlhorn im Miniaturformat: Ein detailgetreues Modell des Denkmals im 1:87-Format stellt die Firma Faller im Oktober direkt am Gebäude an der Vechtaer Straße vor.

Trostlos: Die Post AG ist seit Dezember nicht mehr in Huntlosen vertreten. Der Second-Laden beendete die Zusammenarbeit, einen neuen Partner hat der Konzern bisher nicht gefunden.

Unfälle und Brände halten auch 2018 die Einsatzkräfte immer wieder in Atem. Ein 71-jähriger Radfahrer erlag im Juli seinen Verletzungen nach einem Unfall im Ort. An Heiligabend starb ein 30-jähriger Autofahrer aus Cloppenburg nach der Kollision mit einem parkenden Laster in der Großenkneter Ortsdurchfahrt. Mehrfach rückten die Feuerwehren zu großen Bränden aus, unter anderem Mitte Juli zum Strohlagerbrand in Sage, am 29. August zu einer in Flammen stehenden Doppelhaushälfte in Ahlhorn und am 12. Dezember zum Putenstallbrand in Haschenbrok.

Vandalismus bleibt ein Problem, besonders an den drei Bahnhöfen. Dazu kommt die Bahn, die teilweise die In­frastruktur nicht oder nur verzögert in Schuss hält. Auf abschließbare Radabstellanlagen setzt die Gemeinde, um Pendlern mehr Sicherheit für ihre Räder zu bieten.

Wolfgang Grupp, Trigema-Chef, war als Stargast beim ersten Wirtschaftsforum angekündigt. Direkt beim Alten Posthaus in Ahlhorn sollte er mit seinem Privathubschrauber landen, doch daraus wurde nichts. Nebel ließ ihn umkehren.

X-mal in den vergangenen Jahren diskutiert, gestritten und kein Ende in Sicht: Der Gemeinderat kämpft weiter mit der Steuerung der Tierhaltungsanlagen. Die Gegner erreichen im September einen Etappensieg. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg moniert den Hähnchenmaststall in Amelhausen. Neue Tiere dürfen zunächst nicht mehr eingestallt werden.

Ytong-Steine und andere Baustoffe werden reichlich in die Gemeinde gekarrt. Der Bauboom bleibt ungebrochen, die Grundstücke sind überall schnell weg.

Zukunft: Darauf ist das Förderprogramm „Soziale Stadt“ ausgelegt. Binnen zehn Jahren sollen 12,7 Millionen Euro in das Ahlhorner Sanierungsgebiet entlang der Wildeshauser Straße fließen und es lebenswerter machen. Dass es dabei eines Tages auch zur finanziellen Beteiligung der Grundstückseigentümer kommen kann, finden die Betroffenen alles andere als gut. Im Quartier eröffnet die Gemeinde im November an der Zeppelinstraße 2 die soziale Anlaufstelle „Zeppelin“, in der künftig auch ein Quartiersmanager arbeiten soll.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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